Auweiler-Esch Aktuell (ehemals NVZ)

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Neuer Nachtbus im Bezirk Chorweiler fährt auch Esch/Auweiler an

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Aus KStA Online 16.6.2017

Chorweiler –

Es ist spät am Abend und der letzte Bus weg – ein Problem, das im Kölner Norden des Öfteren vorkommt. Das soll sich ab dem Fahrplanwechsel im Dezember ändern. Die Stadt weitet den Nachtverkehr am Wochenende aus – und der Bezirk Chorweiler erhält einen neuen Nachtbus mit einer eigenen Liniennummer.

Der Rundbus beginnt in Chorweiler – im Anschluss an die Straßenbahnlinie 15 – und fährt einmal in der Stunde über Lindweiler, Pesch, Esch/Auweiler, Roggendorf/Thenhoven, Worringen, Fühlingen und wieder zurück nach Chorweiler. Die Straßenbahnlinie 12 soll ebenfalls im Stundentakt bis nach Merkenich fahren. Momentan ist in Niehl Endstation.

 

Das Angebot gilt in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie in den Nächten vor Feiertagen. Auch die S-Bahnlinie 11 soll nachts den Kölner Norden bedienen – zumindest „setzten sich Verwaltung und die Kölner Verkehrsbetriebe beim NVR“ dafür ein. Ob es tatsächlich funktioniert, ist noch ungeklärt.

 

 

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Written by Chefredakteur

August 22, 2017 at 7:26 pm

„Der Norden wird vernachlässigt“ – Chorweiler Politiker lehnen Verkehrsplan ab

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„Der Norden wird vernachlässigt“
Chorweiler Politiker lehnen Verkehrsplan ab
Aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 8.6.2017
Kommentar: Eine bessere Anbindung von Auweiler/Esch wird von der Verwaltung der Stadt Köln abgelehnt. Verknüpft man diese Aussage mit der ÖPNV-Bedarfsanalyse, die laut Ratsbeschluss im Zuge der geplanten Siedlungsflächenerweiterungen gemacht werden soll, scheint das Ergebnis für Auweiler-Esch  ja schon festzustehen. Kein Bedarf aufgrund geringer Nachfrage, trotz neuer Siedlungsflächen?
Die Bezirksvertretung Chorweiler hat als einzige von 9 Stadtbezirken die Beschlussvorlage zum Nahverkehrsplan einstimmig abgelehnt. Doch entschieden wird im Rat….
Die Beschlussvorlage zum Nahverkehrsplan für den Rat gibt es hier:
3. Nahverkehrsplan der Stadt Köln
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=68203&voselect=17040

Written by Chefredakteur

Juni 15, 2017 at 11:33 am

Der 3. Nahverkehrsplan der Stadt Köln

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Zur Zeit wird in den politischen Gremien der Entwurf des 3. Nahverkehrsplan der Stadt Köln diskutiert.

Dort wird Auweiler-Esch 2 mal erwähnt:

  1. „Komfortanschluss“: Größere Stadtteile ab 5.000 Einwohnern sollen in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen aus der Innenstadt bis ca. 1:00 Uhr (Abfahrt Innenstadt) erreichbar sein. Diese Komfortanschlussoption soll für Auweiler-Esch geprüft werden.
  2. der Stadtbahnanschluss für Auweiler-Esch

Link: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=210981

Der Plan befindet sich in Anlage 1 NVP_Entwurf_Juni_2016  s.237 ff

In Kapitel 8.2.1 Zukünftig Erweiterungen des Stadtbahnnetzes S.238 findet man unter

Netzerweiterungen langfristig angedacht (Trassenfreihaltung)

Zitat: Linie 5  : Stadtbahnanbindung Pesch, Esch/Auweiler ab Alter Escher Straße und mit Anbindung Bahnhof Longerich: Freihaltung von zwei Trassenvarianten mit folgender Anmerkung: Weitere Trassenvarianten zur Anbindung von Esch/Auweiler werden von der Stadt Köln geprüft.

Hier der Plan:

plan-linie-5

Kommentar: Von den möglichen Trassenführungen wird hier die Verlängerung der Linie 5 vorgestellt. Die Verlängerung der Linie 3 von Mengenich ist aber damit nicht vom Tisch, wie die Anmerkung weitere Trassenvarianten werden zur Zeit geprüft, zeigt. Im Bundesverkehrswegeplan ist eine Verbreiterung der A57 vorgesehen. Ob danach noch genügend Platz für eine Stadtbahntrasse zwischen A57 und den ersten Häusern in Pesch bleibt ist fraglich. Ausserdem müssen für eine Verlängerung der Linie 5 Militäring und A1 überquert werden. Die Verlängerung Linie 3 von Mengenich aus muss nur die A1 queren und ist damit billiger zu realisieren. Allerdings hat man dabei einen massiven Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet am Pescher See und im Erholungsgebiet Stöckheimer Hof.

Alles in allem sind dies nach wie vor nur langfristige Planspiele ohne konkrete Umsetzung in den nächsten Jahren.

Stadtbahntrassen

Link: https://nvzkoelnesch.wordpress.com/2014/12/12/stadtbahn-bis-nach-auweiler-esch/

Written by Chefredakteur

Oktober 18, 2016 at 6:45 pm

Veröffentlicht in Stadtbahn Auweiler-Esch

KVB – Verlängerung der Linie 3 in konkreter Planung

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Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 ist einen Schritt weiter. Die Bezirksregierung hat den Planfeststellungsbeschluss für die Verlängerung bis Bocklemünd/Mengenich erstellt. Ab Donnerstag, den 26.11.2015 können sich Interessierte die Pläne im Stadthaus Deutz ansehen.

Die Line 3 soll um ca. 650m von der Haltestelle Ollenhauerring parallel zum Militärring bis zum Schuhmacherring verlängert werden.

Linie 3

Auch für den Neubau der Leverkusener Rheinbrücke hat am Montag die Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen. Das heißt, wer will, kann sich die detaillierten Pläne für das Bauvorhaben auf den Internetseiten der Bezirksregierung ansehen und bis zum 19. Januar Einwände geltend machen.

Hier geht es zu den Plänen: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/verfahren/25_eisenbahn_planfeststellungsverfahren/eisenbahn_stadtbahnlinie_3_koeln/index.html

Quelle: Newsletter radiokoeln.de

Written by Chefredakteur

November 27, 2015 at 5:00 pm

Veröffentlicht in Stadtbahn Auweiler-Esch

Ärger um den Fahrplanwechsel in Chorweiler

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Aus Kölner Stadtanzeiger Online

Die S-Bahnlinie 11 fährt bald häufiger nach Worringen, doch die Buslinien im Bezirk Chorweiler werden nicht ausgebaut. Bei den Lokalpolitikern wächst der Frust. Von Petra Wischgoll

Chorweiler.

Für Pendler, die mit der S-Bahn von Worringen bis zum Hauptbahnhof und zurück fahren, ist es eine gute Nachricht: Ab Dezember fährt die Linie 6 zwischen sechs und acht Uhr morgens sowie zwischen 15.30 und 18.30 Uhr alle 20 Minuten den nördlichen Stadtteil an. Derzeit pendelt diese S-Bahn nur zweimal am Morgen und zweimal am Nachmittag nach Worringen – die restliche Zeit gilt Nippes als Endstation.

Der Nahverkehr Rheinland passt damit die erweiterten Bahnfahrten dem Passagier-Aufkommen an. Da die S-Bahnlinie 11 ebenfalls und regulär alle 20 Minuten in Worringen hält, können Fahrgäste ab dem 13. Dezember alle zehn Minuten in eine Bahn steigen.

Die neuen Zeiten wurden nun den Chorweiler Bezirksvertretern im Rahmen des jährlichen anstehenden Fahrplanwechsels vorgestellt. Doch die Freude währte nur kurz. Denn wer sich die geplanten Änderungen genauer anschaut, erkennt schnell, dass Chorweiler bei den restlichen Fahrplan-Neuerungen nicht mehr erwähnt wird. Unter den Lokalpolitikern ist der Frust groß. Sie fühlen sich – mal wieder – ausgegrenzt.
Der Ärger sitzt tief

„Aus Sicht der Stadt ist es offensichtlich nicht nötig, hier den öffentlichen Personen-Nahverkehr auszubauen“, sagt ein fast schon resignierter Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner. „Der Stadtbezirk sechs ist beim Verkehrsausschuss wieder nicht berücksichtigt worden und nicht existent.“ Schon so lange diskutiere man über das Thema, werde aber nicht gehört: „Das ist schade.“ Hauptproblem ist oft, dass die Bus-Verbindungen im Bezirk zentral am Chorweiler Bahnhof zusammenlaufen; wer aus den anderen Ortschaften anreist, muss meist erst einmal hier umsteigen, obwohl der direkte Weg zu weiteren Stadtteilen im Kölner Norden wesentlich kürzer wäre. Erst vor wenigen Monaten hatten die Lokalpolitiker beantragt, dass die Stadt die Buslinie 120 bis Esch und bis zur Fähre in Langel verlängern solle, um so eine West-Ost-Querverbindung zwischen den Dörfern zu schaffen, die Stadt lehnte dies jedoch ab. Derzeit pendelt die Linie von Blumenberg über Chorweiler, Fühlingen und Worringen nach Roggendorf/Thenhoven.

Die Lokalpolitiker sind mittlerweile so verärgert, dass sie überlegen wollen, wie man sich künftig „auf eine andere Art wehren kann“, wie Zöllner sagt. Man gehöre schließlich auch zu Köln. Wie der Protest genau aussehen soll, ist noch offen. „Wir müssen die Bürger mit ins Boot nehmen“, schlägt Eike Danke von der SPD vor. Dann könne man eine Protestbewegung mit ihnen starten und ausbauen.
Protest um Buslinie 120

Mit einer Protestbewegung hatten vor zwei Jahren auch Anwohner aus Blumenberg erreicht, dass die Buslinie 120 von Chorweiler aus bis nach Blumenberg verkehrt. Sie blieben hartnäckig, die Stadt und die Kölner Verkehrs-Betriebe gaben nach langer Blockadehaltung am Ende nach und bewilligten die Verlängerung der Linie, die nun regelmäßig den kleinen Ort anfährt.

Die Stadtverwaltung hat sich an die Beschwerden der Politiker aus Chorweiler gewöhnt. „Das hat fast schon Tradition“, sagt Leiterin Maria Kröger vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik. Kurzfristig gebe es für Chorweiler keine Pläne, den ÖPNV auszubauen. „Der Bezirk ist mit S-Bahn, Straßenbahn und Bus angeschlossen“, ergänzt Kröger. An der These „Kein Angebot, keine Nachfrage“ sei zwar durchaus etwas dran, räumt sie ein, sie könne die Forderungen auch nachvollziehen. „Aber es muss auch bezahlbar sein.“

Im Jahr 2016 stellt die Stadt das neue Konzept „Mobilität und Verkehr“ vor. Derzeit befindet sich das Projekt in Planung. Man werde aber genau hinschauen, wo etwas verbessert werden könne, verspricht Kröger.

Kölner Stadt-Anzeiger – Lesen Sie mehr auf:

http://www.ksta.de/chorweiler/sote-chorweiler-s-bahn-haelt-haeufiger-in-worringen,15187566,32331632.html#plx1418381167

Written by Chefredakteur

November 9, 2015 at 6:30 pm

Veröffentlicht in Stadtbahn Auweiler-Esch

Stadtbahn bis nach Auweiler-Esch ?

with one comment

In verschiedenen Gremien seitens der Stadt Köln wird schon seit 10 Jahren die Anbindung von Pesch, Esch und Auweiler mittels Straßenbahn (Stadtbahn) diskutiert. Im Zuge der Regionalplanung und Flächennutzungsplanung für Auweiler-Esch habe ich aus Interesse mal begonnen zu diesem Thema zu recherchieren.

Hier ein kleiner Auszug der Ergebnisse:

Quelle: Ratsvorlage 2395/2011 4. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes Köln NordWest, Anlage 4 Teil 1

Link: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=28496&voselect=6134

 

Zitat: „Eine ÖPNV -Schienenanbindung lässt sich – wenn überhaupt – nur langfristig realisieren, ist
aber über eine Variantenuntersuchung angestoßen worden. Im Ergebnis kamen zwei, mögli-
cherweise auch drei Lösungen in die engere Wahl (siehe Planausschnitt 4):
Bereits detailliert untersucht wurden eine nordwestliche Trassenführung parallel der A 57 und eine süd-
westliche Trassenführung bis zur Zentrenmitte zwischen Esch und Auweiler, beide an den Ortsrändern gelegen.
Die bisher favorisierte Variante war die Trasse parallel zur A57 (Be-schluss der BV 6 vom11.05.06).
Allerdings zeigte das Gutachten, dass die bisher untersuchten Varianten keine Stadtbahnwürdigkeit aufwiesen und die Realisierbarkeit finanziell kaum darzustellen ist. Darüber hinaus ist durch den Trassenausbau in Ossendorf und bedingt durch verschiedene Grundstückssituationen die westliche Linienführung nicht bzw. nur durch Umwege zu realisieren. Im Sinne einer langfristigen Trassensicherung bzw. Freihaltung von Grundstücken sollten alle drei unten dargestellten Trassen im FNP-Anlageplan „ÖPNV-Strecken“ langfristig gesichert werden. Insbesondere sollte die ortszentrale Trassenführung durch Pesch und Esch weiter im Verfahren (s. gestrichelte Linie im Planausschnitt 4) berücksichtigt werden“

 

Stadtbahntrassen

 

Eine Entscheidung, welche Trassenvariante es irgendwann mal in der Zukunft geben soll, gibt es zur Zeit nicht. s.u.

 

KVB Bahn Pesch

Quelle: http://www.kvb-koeln.de/dialogkampagne/linien_und_streckennetz/bahn.html

Favorisiert wird wohl mittlerweile die Anbindung von Pesch und Auweiler-Esch über die Verländerung der Stadtbahn Linie 3 , wenn man den Pressemeldungen folgt. Zu Zeit wird die Linie 3 gerade bis zum Görlinger Zentrum in Bocklemünd verlängert, aber auch das läuft nicht ohne Schwierigkeiten ab. Zur Zeit läuft das Planfeststellungsverfahren und man möchte in 2015 mit dem Ausbau beginnen.

Hier ein Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger: http://www.ksta.de/ehrenfeld/verkehr-in-koeln-die-verlaengerung-kvb-linie-3-verzoegert-sich-weiter,15187506,29035330.html

„Die Verlängerung KVB-Linie 3 verzögert sich weiter

Erstellt 13.11.2014

Derzeit endet die Linie am Ollenhauerring.Foto: Rösgen
Die seit Jahren geplante Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 in Köln-Bocklemünd hätte einen entscheidenden Schritt vorankommen können – ist aber von der Tagesordnung der Stadtratssitzung gestrichen worden. Die Bezirksvertretung hat Vorbehalte  Von Heribert Rösgen

Bocklemünd.

Der Ausbau der Schienenstrecke nach Bocklemünd-Mengenich verzögert sich weiter. Der für die heutige Sitzung des Kölner Stadtrates vorbereitete Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde zurückgezogen.

Es sollte – im nichtöffentlichen Teil der Sitzung – beschlossen werden, die Gleise der KVB-Linie 3 von der heutigen Endhaltestelle Ollenhauerring um rund 600 Meter bis zum Schumacherring zu verlängern. Bestandteil der Vorlage war auch die Vergabe der Rodungsarbeiten an der künftigen  Gleistrasse sowie der Bau einer Lärmschutzwand für die Wohnhäuser am Schumacherring. Der Verkehrsausschuss hatte dagegen keine Vorbehalte, wohl aber die Bezirksvertretung Ehrenfeld.

Fraglich ist daher, ob die notwendigen Rodungsarbeiten an der Militärringstraße zwischen Ollenhauerring und Buschweg noch in diesem Jahr beginnen können. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, hatte die Bezirksvertretung Ehrenfeld noch Fragen zu der Beschlussvorlage. Diese bezogen sich vor allem auf die Ausgaben zum Lärmschutz.  Weil jedoch in der jüngsten Sitzung des Stadtteilparlaments kein Vertreter der Stadtverwaltung anwesend war, der dazu Erläuterungen hätte geben können, folgten die Politiker dem Vorschlag nicht. Nun könnte das Thema erneut im Verkehrsausschuss diskutiert werden, der Anfang Dezember tagt. Der Stadtrat hat seine nächste Sitzung am 16. Dezember.“

Hier gibt es die Ratsvorlage 2557/2014: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=169349

Auch interessant ist der Artikel eines Bloggers. Quelle: http://www.texthilfe.de/tag/stadtbahnlinie-3

„Grenzen des Städte-Wachstums

Samstag, 12. September 2009

Die Verlängerung der Kölner Stadtbahnlinie 3 wird in Bocklemünd enden. Ein absehbares Ende einer langen Geschichte: Die vorläufige Endhaltestelle Ollenhauerring der Stadtbahnlinie 3 in Bocklemünd wird innerhalb der nächsten Jahre um eine Station verlängert, und zwar nach dem übereinstimmenden mehrheitlichen Willen der Bezirksvertretung Ehrenfeld und der Bevölkerung bis zum Schumacherring.

Seit Jahren endet die Kölner Stadtbahnlinie 3 vor Bocklemünd

Hintergrund: Ursprünglich war nach Gründung des Ortsteils eine Stadtbahn-Trasse über das Gewerbegebiet Ossendorf geplant, wobei von der Hugo-Eckener-Straße kommend der Militärring überquert und weiter der Ollenhauerring bis zum Ingendorfer Weg verfolgt werden sollte. Die stattdessen realisierte Alternative entlang der Militärringstraße sollte dann unterirdisch in das Görlinger Zentrum führen. Der entsprechende Planfeststellungsbeschluss landete nach einem Einspruch jedoch vor dem Oberverwaltungsgericht. Das entschied, dass die jetzige Haltestelle Ollenhauerring nicht Endhaltestelle bleiben dürfe.

Die unterirdische Streckenführung ist mittlerweile aber nicht mehr finanzierbar. Daraufhin haben die Stadt Köln und die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) neue Varianten entwickelt, die in mehreren öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und mit der Bevölkerung diskutiert wurden. Jetzt man sich darauf geeinigt, die Bahn parallel zur Militärringstraße zu führen und in Höhe der Freifläche der Gemeinschaftsgrundschule enden zu lassen. Dadurch wird mit etwa 1.000 zusätzlichen Fahrgästen pro Tag gerechnet.

Blick von der Fußgängerbrücke auf die Kreuzung Militärringstraße Ecke Ollenhauerring

Durch das auf dem Foto rechterhand gelegene Wäldchen soll die Verlängerung der Linie 3 verlaufen und nach einer Kurve hinter der Max-Ernst-Gesamtschule und einer Gemeinschaftsgrundschule enden. Für den dortigen Spielplatzverlust wird der Schule eine Ersatzfläche angeboten. Zudem sollen regelmäßig aufgetragene Schmierstoffe die Fahrgeräusche in der Kurve deutlich reduzieren. Die Betriebslautstärke soll nochmals verringert werden, indem die Endhaltestelle in Tieflage bei ebenerdigem Zugang der Fahrgäste gebaut wird.

Die Siedler-Interessengemeinschaft Bocklemünd sieht vor allem die Schüler der Gesamtschule als Gewinner: Anstatt von der jetzigen Endhaltestelle her regelmäßig bei Rot die Straßen zu überqueren und unbeleuchtete Abkürzungen durch Waldstücke zu benutzen, wobei immer wieder Gewaltdelikte und Diebstähle vorkommen, profitierten die Schüler vom  jetzt beschlossenen Vorschlag durch eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Die geplante Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 soll der Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler der Max-Ernst-Gesamtschule dienen.

Die Variante wird daher als beste der schlechten lösungen bezeichnet.  Die Baukosten betragen etwa 9,4 Millionen Euro, die jährlichen Unterhaltungskosten geschätzt 100.000 Euro und die Betriebskosten weitere 60.000 Euro im Jahr. Eine zusätzliche Variante von CDU und SPD sah vor, die Stadtbahn um Bocklemünd herumzuführen, um sie in ferner Zukunft nach Pesch und Esch/Auweiler zu verlängern (mein Wohnort). Die Baukosten hätten jedoch mehr als das Doppelte betragen und die  jährlichen Betriebskosten um fast das zehnfache gesteigert.

Allerdings rechnet die Stadt Köln bei einer nahezu stabilen Bevölkerungsentwicklung für die ganze Stadt mit einer Abnahme der Bevölkerung innerhalb von 20 Jahren in Pesch von knapp 7.900 auf 6.900 und in Esch/Auweiler von knapp 6.600 auf 6.100. Im selben Zeitraum soll die Zahl der Menschen im Alter von 80 Jahren und mehr in Pesch von 225 auf 700 steigen und in Esch/Aufweiler von 165 auf 400. Das stellt nicht nur den betriebswirtschaftlichen Nutzen einer nach dort zu verlängernden Stadtbahnlinie in Frage, sondern auch die Zukunft von Vororten wie diesen.“

 

Dazu passt auch ein Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger:

Link: http://www.ksta.de/koeln/bis-in-den-hohen-koelner-norden,15187530,13663536.html

„Bis in den hohen Kölner Norden

Erstellt 18.05.2006
Die Bezirksvertreter plädieren dafür, dass die Linie 5 bis nach Ossendorf, die Linie 3 bis nach Esch verlängert wird.

Ossendorf / Chorweiler – Eine Straßenbahn bis zum „Coloneum“ im Gewerbegebiet Ossendorf und eine U-Bahn bis ins Görlinger Zentrum in Bocklemünd wünschen sich die Ehrenfelder Bezirksvertreter. Diese Anliegen wollen sie im gemeinsamen Gespräch mit den Bezirksvertretungen Nippes und Chorweiler unterstreichen. Alle drei Stadtteilparlamente sind in die Beratungen zur Variantenuntersuchung für einen Stadtbahnanschluss der Vororte Ossendorf, Esch, Pesch und Auweiler eingebunden.

In Ehrenfeld haben die Politiker die Entscheidung darüber bei der vergangenen Sitzung zwar vertagt, weil sie erst Rücksprache mit den Kollegen der anderen Bezirke halten möchten. Aber es herrschte Einigkeit darüber, dass man der Verlängerung der Linie 5 über die derzeitige Endhaltestelle Ossendorf bis ins Gewerbegebiet Ossendorf mit dem Coloneum und dem geplanten Möbelhaus Ikea zustimmen will. Von dort aus soll jedoch kein weiterer Anschluss bis nach Esch erfolgen – eine Variante, die die Stadtverwaltung favorisiert hatte. Diese Strecke sollte entlang der Autobahn A 57 verlaufen. „Man würde damit aber nur ein paar Maulwurfshügel an der Autobahnböschung erschließen“, kritisierte CDU-Ratsherr Ralph Elster.

Nach den Vorstellungen der CDU soll die Linie 5 statt dessen vom Coloneum in Ossendorf bis zum Longericher Bahnhof geführt werden. Der Anschluss von Esch, Pesch und Auweiler soll dann über die Linie 3 erreicht werden. Von der jetzigen Endhaltestelle Ollenhauerring soll zunächst unterirdisch das Görlinger Zentrum in Bocklemünd / Mengenich angesteuert werden. Von dort aus soll der Schienenstrang bis an den Ortsrand von Esch gelegt werden. Auf diese Weise, so die Hoffnung der CDU, würden auch neue Kunden für die Geschäfte im Görlinger Zentrum gewonnen.

Um die Linie 3 dereist von Bocklemünd bis nach Esch verlängern zu können, solle dorthin ebenfalls eine Trasse freigehalten werden, betonte Jürgen Kircher, SPD-Fraktionsvorsitzender in Chorweiler. Neben der Stadtbahn-Erschließung von Esch, Pesch und Auweiler mit der Linie 3 hat das Stadtteilparlament des Nord-Bezirks bei seiner jüngsten Sitzung auch die Pläne zum Ausbau der Linie 5 einstimmig beschlossen. Dies jedoch mit einer gewissen Gleichgültigkeit, denn an eine tatsächliche Verlängerung der Strecken bis in ihren Bezirk glaubt das Gremium nicht. „Esch, Pesch und Auweiler werden nur vorgeschoben. Es geht doch ausschließlich darum, Ossendorf anzubinden“, mutmaßte CDU-Politikerin Käthe Reiff.

Nach wie vor ist völlig offen, wann überhaupt eine der Varianten verwirklicht wird. In den Anträgen geht es derzeit lediglich darum, die Trassen der künftigen Linien festzulegen, damit sie nicht anderweitig bebaut werden. Bei diesem Vorgang können die Bezirksvertretungen jedoch Anregungen zur Linienführung geben, sollten die Verlängerungen irgendwann tatsächlich in Angriff genommen werden.“

 

Kommentar: Ob es je eine Straßenbahn nach Auweiler-Esch geben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar. In der Zukunft gibt es zu viele ungewisse Parameter, die diese Entscheidung beinflussen werden.

Pro: für eine Erschließung spricht der großflächige Ausbau von Auweiler mit neuen Wohngebieten und der recht dürftige Bustakt der Linie 126

Kontra: gegen eine Erschließung gibt es die Aspekte Demografie, Finanzierung und Landschaftsschutz. Werden in der Zukunft wirklich genügend Menschen in Auweiler-Esch leben? Ist dies finanzierbar? Kann man eine Stadtbahntrasse durch das Erholungsgebiet Stöckheimer Hof (ein Landschaftsschutzgebiet) bauen?

 

Written by Chefredakteur

Dezember 12, 2014 at 10:55 am

Veröffentlicht in Stadtbahn Auweiler-Esch