Auweiler-Esch Aktuell (ehemals NVZ)

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Archive for the ‘Erholungsbiet Stöckheimer Hof’ Category

Ratsvorlage 2698/2016 Wohnungsbauoffensive

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Auf der Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler am 15.12.2016 und auf der Ratssitzung am 20.12.2016 gab es jeweils den Tagesordnungspunkt „Wohnungsbauoffensive“ Vorlage Nr. 2698/2016.

Die Vorlage hat die Art der Vermarktung der geplanten Wohnbauflächen (siehe auch Beschlussvorlage „STEK Wohnen, neue Flächen für den Wohnungsbau“ 1028/2015)  zum Inhalt.

Quelle zu 2698/2016: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=63244&voselect=15180

Die Rats-Vorlage 2698/2016 sieht vor, dass die auf diesen Flächen gebauten Wohnungen nach einem Schlüssel aufgeteilt werden:

  • ca. 40% der Wohnungen öffentlich gefördert sind
  • ca. 40% der Unterbringung von Flüchtlingen dienen wird und
  • die verbleibenden ca. 20% der Wohneinheiten dem frei finanzierten Wohnungsbau zugehören.

In der Anlage 1 „1.6-Chorweiler“ sind die Flächen für Stadtbezirk Chorweiler aufgelistet. Auf Seite 6 dann die Fläche „Auweiler Süd-Ost“ im Erholungsgebiet Stöckheimer Hof neben der Hermann-Löns-Straße, Am Köchhof und der Pescher Straße.

2698-2016-anlage_1-6

Die Bezirksvertretung Chorweiler hat die Vorlage 2698/2016 einstimmig abgelehnt. Der Rat der Stadt Köln hat die Vorlage 2698/2016 am 15.12.2016 mit einem gemeinsamen Änderungsantrag (Link: AN/2127/2016 ) von CDU und Grünen abgeändert beschlossen. Aufgrund des Änderungsantrages AN/2127/2016 wurde die hier dargestellte Fläche Auweiler Süd-Ost aus der Verwaltungsvorlage 2698/2016 herausgenommen. Sie wird daher nicht zeitnah (2017) zur Vermarktung und Bebauung freigegeben.

Quelle: Ratssitzung vom 15.12.2016 https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0040.asp?__ksinr=15180

dann Tagesordnungspunkt 10.50 Wohnungsbauoffensive Vorlage 2698/2016 und AN/2127/2016

 

In der Ratssitzung am 20.12.2016 gab es auch den Tagesordnungspunkt „10.37 Umsetzung STEK Wohnen, neue Flächen für den Wohnungsbau“ 1028/2015 . In Anlage 23 aus der Beschlussvorlage STEK Wohnen findet man weitere Informationen zu den geplanten Siedlungsflächen für Auweiler:

1028_2015_anlage_23_1

und an am Ende des Dokumentes folgende Formulierung:

1028_2015_anlage_23_2

Anmerkung:

  • Hahnerweg ist einer andere Bezeichnung für Fläche Auweiler Süd-Ost im Erholungsgebiet Stöckheimer Hof
  • Nordwestl. Greesberger Str. ist die Fläche nördlich des Doktorshofes  (siehe 1028/2015 STEK Wohnen Anlage 2 und Anlage 3a)
  • SB 6 ist der Stadtbezirk Chorweiler

 

Kommentar: Die hier aufgelistete Darstellung der Fläche für Siedlungserweiterungen ist schon länger bekannt. Allerdings steht hier schwarz auf weiß, dass die betroffene Fläche bereits der Stadt Köln gehört. Damit gehören alle rund um Auweiler für Siedlungserweiterungen vorgesehenen Flächen größtenteils bereits der Stadt Köln.

Die direkte Vergabe und Vermarktung der Fläche Auweiler Südost noch in 2017 ist durch den geänderten Beschluss von CDU und Grünen im Rat zunächst verhindert worden. Die Entwicklung der Siedlungsflächen rund um Auweiler sind mit den Beschlüssen vorerst zurückgestellt worden. Zusätzlich ist die Verwaltung der Stadt Köln ist damit beauftragt worden, in 2017 zunächst eine ÖPNV-Bedarfsanalyse zu erstellen. Darüber hinaus fordert der Stadtentwicklungsausschuss (mit der Mehrheit von CDU und Grünen gegen die Stimmen der SPD) für Flächen größer als 10ha Machbarkeitsstudien oder anders geeignete Qualifizierungsmaßnahmen und eine breite Bürgerbeteiligung. Diese Forderung gilt auch für die Siedlungsflächen rund um Auweiler. Damit ist die Verwaltung der Stadt Köln in der Pflicht, genauere Planungen für die Flächen rund um Auweiler zu erstellen und diese der Öffentlichkeit vorzustellen.

Da alle potentiellen Wohnbauflächen rund um Auweiler bereits im Besitz der Stadt Köln sind, ist mittelfristig damit zu rechnen, dass die Flächen erneut zur Bebauung vorgeschlagen werden. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und die Umsetzung von Ratsbeschlüssen durch die Verwaltung der Stadt Köln funktioniert auch nicht immer reibungslos.

Nach wie vor steht zudem weiterhin die Regionalplanänderung für diese Flächen aus, die Voraussetzung für eine Nutzung als Bauland ist.

Hinweis: Am 3.3.2017 findet die 3. Bürgerversammlung der Bürgerinitiative Auweiler-Esch statt.

einladung_versammlung_3_3_2017

Written by Chefredakteur

März 1, 2017 at 7:30 pm

76 neue Baugebiete ausgewiesen – Stadt will Grünflächen opfern

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Es gab am 26.02.2016 einen aufschlussreichen Artikel im Kölner Stadtanzeiger zu neuen Baugebieten in Köln.
Auweiler-Esch ist dort nicht namentlich erwähnt, hat aber in Kartenübersicht einen deutlich erkennbaren Beitrag zu den neuen Baugebieten in Köln. Wenn man sich die Karte zu dem unten angehängtem Artikel des Köner Stadtanzeiger ansieht, kann man folgendes feststellen. Die Regionalplanänderung ist noch nicht abgeschlossen, aber die neuen Baugebiete in Auweiler-Esch werden von der Stadt Köln bereits als kurz/mittelfristig realisierbar (bis  2019) veröffentlicht.
 Karte Baugebiete 2
Detailansicht: Karte Baugebiete

Quelle: Ratsvorlage 1028/2015 Umsetzung STEK Wohnen, hier neue Flächen für den Wohnungsbau https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=50747&search=1

Aus dem Kölner Stadtanzeiger Online
37.000 neue Wohnungen könnten in den nächsten Jahren in Köln geschaffen werden. Die Stadt könnte sogar ein neues Veedel bekommen. Von Helmut Frangenberg

Köln.

Die Stadtverwaltung hat Flächen für rund 37 000 Wohnungen ausgemacht, auf denen in den nächsten 13 Jahren gebaut werden könnte. Stadtentwicklungsdezernent Franz-Josef Höing hat den mit Spannung erwarteten Plan vorgelegt, mit dem die Stadt auf das Bevölkerungswachstum reagieren will – ein Paket voller Daten und Berechnungen, Karten und Diagrammen, und genug Stoff für spannende Diskussionen. Die Stadt will Frei- und Grünflächen opfern.

„Nutzungskonflikte“ seien intensiv besprochen worden, sagt Ina-Beate Fohlmeister vom Amt für Stadtentwicklung. Alle vorgeschlagenen Flächen hätten verwaltungsintern einen „Interessenausgleich durchlaufen“. Eingriffe in den Inneren und Äußeren Grüngürtel und andere zusammenhängende Grünzüge gibt es nicht. Hier wären die Widerstände im sich anbahnenden schwarz-grünen Bündnis im Stadtrat wohl zu groß geworden. Doch auch manches kleinere Projekt, das nun auf der Liste steht, wird für Einwände und Proteste sorgen, weil man auf Freiräume, Natur oder auch den geliebten Schrebergarten verzichten muss.
Bekommt Köln ein neues Veedel?

Platz für über 19 200 Wohnungen sind bereits über das Wohnungsbauprogramm 2015 ausgewiesen worden. Hinzu kommen nun neue Areale für weitere 17 800 Wohnungen. Darunter sind die großen Projekte im Deutzer und Mülheimer Hafen sowie die Parkstadt-Süd. Auch der seit längerem diskutierte Plan, im Norden den neuen Stadtteil Kreuzfeld entstehen zu lassen, soll umgesetzt werden. Ein ähnlich großes Areal hat die Stadtverwaltung im Umfeld des Merheimer Krankenhauses ausgemacht.

Mehrere Schrebergärten im ganzen Stadtgebiet wie auch landwirtschaftlich genutzte Flächen würden verschwinden. Im Agnesviertel steht nach jahrelanger stillschweigender Duldung der Bauwagenplatz an der Krefelder Straße wieder zur Disposition. Widerstände wird es auch gegen das Verschwinden von grünen Freiflächen im Mediapark geben. Diskutiert wird sicher auch über die Umsetzung der Idee, die schon in Albert Speers Masterplan formuliert wurde, zwischen Innerer Kanalstraße und Sechzigviertel neue Häuser zu bauen.

Auch Neubauten entlang der Pferderennbahn stehen wieder zur Debatte. In der Innenstadt sind größere Flächen im Bereich Eifelwall/Stolzstraße und am Perlengraben ausgewiesen. Die meisten der insgesamt 76 neuen potenziellen Bauplätze sind ganz oder teilweise in Privatbesitz. Hier muss noch mit den Eigentümern verhandelt werden. Hinzu kommt, dass in vielen Fällen die derzeitige Nutzung beendet werden muss. Dies seien „Unwägbarkeiten, die hinsichtlich ihrer zeitlich Auswirkungen schwer zu kalkulieren sind“, heißt es in der Vorlage für die Ratspolitiker.

Keinen Zweifel lässt die Verwaltung daran, dass auch dann, wenn alle Vorschläge umgesetzt würden, längst nicht alle Probleme gelöst sind. 37 000 Wohnungen reichen nicht, auch wenn man weitere 12 000 Wohnungen hinzurechnet, die als „Selbstläufer“ ohne Dazutun der Stadt bis 2029 gebaut werden dürften.

Baulückenprogramm ankurbeln

Es müssten weitere „Flächenpotenziale“ genutzt werden: Die Stadtverwaltung kündigt an, das eingeschlafene Baulückenprogramm wieder aufzunehmen. Rund 14000 Wohnungen könnten so geschaffen werden. Bei einer maßvollen „Innenverdichtung“ durch Aufstockungen, Dachgeschossausbauten oder Neubauten ließen sich rund 4000 bis 5000 Neubauwohnungen schaffen. Neue Perspektiven würden sich ergeben, wenn das Bahnnetz ausgeweitet werden kann. Hoffnung setzt die Kölner Verwaltung auch auf eine verbesserte regionale Zusammenarbeit.

Quelle: http://www.ksta.de/koeln/sote-stadt-koeln-weist-76-neue-baugebiete-aus,15187530,33879426.html

Quelle: Pressemeldung der Stadt Köln zu neuen Baugebieten

http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mobilisierung-von-bauland-hat-hoechste-prioritaet

Quelle: Ratsvorlage 1028/2015 Umsetzung STEK Wohnen, hier neue Flächen für den Wohnungsbau

https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=50747&search=1

Written by Chefredakteur

Februar 29, 2016 at 5:00 pm

Regionalplanänderung Auweiler-Esch, Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung dauert

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Laut Auskunft der Bezirksregierung dauert die Auswertung der Öfentlichkeitsbeteilung zur Regionalplanänderung für Auweiler-Esch auf Grund einer großen Menge von Zuschriften bis zum Sommer 2016. Eine erneute Vorlage zur Beratung im Regionalrat wird also wahrscheinlich frühestens zur Regionalrats-Sitzung im September erfolgen.

Written by Chefredakteur

Februar 24, 2016 at 3:44 pm

Auweiler-Esch in 2025

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Liebe Leser,

beim Aufräumen der Dokumente des Blogs haben wir einen Artikelentwurf von Mai 2014 gefunden, der bisher nicht veröffentlicht wurde. Trotz seines Alters von 1,5 Jahren ist der Artikel hoch aktuell zum Thema der gerade stattfindenden Regionlaplanänderung.

Hier der Artikel:

Auweiler-Esch in 2025

Liebe Leser,
ein heiß kontrovers diskutiertes Thema für Auweiler-Esch war in der Vergangenheit das geplante Nahversorgungszentrum zwischen Auweiler und Esch. In der Diskussion darüber geht oft unter, dass die Nahversorgung nur ein Teilaspekt der Veränderungen darstellt, die  Auweiler-Esch in den nächsten 10-20 Jahren betreffen werden. Ohne das es in Auweiler-Esch der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, arbeitet die Stadt Köln seit 2006 an Plänen zur Vergrößerung von Auweiler-Esch. Seitens der Stadt Köln hat man sich entschieden im Kölner Norden auf den Stadtteil Kreuzfeld zu verzichten und stattdessen Auweiler-Esch großflächig mit ca. 22ha Bauflächen zu erweitern.

(Anmerkung: im Jahr 2016 ist bei den politischen Parteien vom Verzicht auf Kreuzfeld nicht mehr die Rede, sondern man will den Stadtteil neu planen und ebenfalls besiedeln)

Nach verschiedenen Entwürfen wurde der Flächennutzungsplan (FNP) Köln Nord-West unter Beschlussvorlage 2395/2011 am 24.11.2011 vom Kölner Rat beschlossen und die Vorlage zur Genehmigung der Bezirksregierung Köln in Auftrag gegeben. Das heißt, bereits vor der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung zum NVZ im Dezember 2011 gab es schon Ratsbeschluss zur Erweiterung von Auweiler-Esch.
Entwurf des FNP vom 24.11.2011 (von der Bezirksregierung abgelehnt):

FNP 24-11-2011

Dieser Entwurf wurde von der Bezirksregierung Köln zunächst mit der Begründung abgelehnt, dass die Pläne regionalplanerischen Vorgabe widersprechen.
Die Stadt Köln müsse zunächst ein Regionalplanänderungsverfahren zur Neudarstellung des Siedlungsbereichs Auweiler/Esch einleiten. Hierbei wäre der Bedarf für die Freirauminanspruchnahme nachzuweisen und ggfl. an anderen Stellen Bauflächen im FNP und Regionalplan zurückzunehmen. Die erforderlichen Unterlagen liegen mittlerweile der Bezirksregierung Köln vor und werden dort zur Zeit geprüft.

Was bedeutet dies für die Zukunft von Auweiler-Esch in 10 bis 20 Jahren?
Wer dies abschätzen will, muss in die Anhänge der Ratsvorlage 2395/2011 schauen.

Hier zunächst Zitate der relevanten Stellen:
Zitat: Ratsvorlage 2395/2011  Anlage 3a „Antrag auf Einleitung einer Regionalplan-Änderung gemäß § 19 Landesplanungsgesetz (LPlG)“

“ Mit der langfristigen Zurückstellung der bereits im FNP dargestellten Wohnbaufläche „Kreuzfeld“ wurde die Realisierung bestehender Potentiale ausgesetzt. Bei der Neuausweisung von Bauflächen im Rahmen der 4.FNP-Fortschreibung ging es darum Ortsteile sensibel zu erweitern, bestehende technische und soziale Infrastrukturen optimal zu nutzen oder/und Ortsteile so zu erweitern, dass eine stabile leistungsfähige Entwicklung gewährleistet werden kann. Hierzu gilt es auch die Siedlungsbereiche so zu entwickeln, dass eine ausreichende tägliche Versorgung der Bevölkerung gewährleistet werden kann.

Für den Änderungsbereich gilt es, den Ortsteil Auweiler (ohne Versorgungseinrichtungen) als Siedlungsbereich an den Ortsteil Esch anzubinden, soziale Infrastruktureinrichtungen in Esch optimal zu nutzen und zusammen mit Esch ein gemeinsam von beiden Orten nutzbares Nahbereichszentrum zu entwickeln.

Aus diesem Grunde und zur leistungsstarken Entwicklung des Stadtteiles Esch/Auweiler werden neben einer Trassensicherung (mit Varianten) für eine evtl. zukünftige ÖPNV-Schienenstrecke, weitere Wohnbauflächen in einer Größenordnung von ca. 21 ha vorgesehen. Für die beantragte neue Darstellung des Ortsteiles Auweiler als „Allgemeiner Siedlungsbereich“ wird ein landesplanerischer Flächenausgleich im Sinne des Landesentwicklungsplanes Kapitel B

III 1.24 angeboten. Für insgesamt ca. 80 ha in der 4.FNP-Fortschreibung neu dargestellte Bauflächen , werden ca.112 ha Bauflächen aufgegeben (siehe

Flächenbilanzierung). “

Zitat: Ratsvorlage 2395/2011 Anlage 4 Teil1 „Begründung 4.Fortschreibung des Flächennutzungsplanes Teilraum Köln NordWest“

Stadteilbeschreibung für Esch/Auweiler

“ 5.11 Esch/Auweiler (607)

6.408 Einwohner (Stand 12.2008)

5.11.1

Stadtteilentwicklung, Wohnen und Gewerbe

Der Stadtteil Esch / Auweiler liegt im ländlichen Bereich an der westlichen Grenze der Stadt Köln, gliedert sich in zwei Siedlungsbereiche, südlich das kleinere Auweiler und nördlich das größere Esch. Beide Ortslagen haben ihren Ursprung in mittelalterlichen Hofanlagen. Im Rahmen der Gebietsreform von 1975 wurden die ehemaligen Gemeinden Esch und Auweiler ein Stadtteil von Köln. Auch Esch / Auweiler hat sich in seiner expandierenden Entwicklung mehr und mehr verstädtert. Neubaugebiete liegen südlich der Stommeler Straße und östlich der Weilerstraße. Rund 93 % aller Wohngebäude sind Ein- oder Zweifamilienhäuser. Esch / Auweiler ist nach wie vor eine besonders gefragte Ortslage im Stadtbezirk Chorweiler.

Die städtebauliche Entwicklung des Stadtteils als ein gefragter Wohnstadtteil kann durch verschiedene Arrondierungen insgesamt wesentlich verbessert werden. Abwanderungen ins nahe Umland könnten vermieden und die schwache Infrastrukturversorgung aufgewertet werden. Im Sinne einer zukunftsorientierten, infrastrukturell gut ausgestatteten Entwicklung gilt es jedoch, die Siedlungsentwicklung im Rahmen einer integrierten Gesamtplanung zu betrachten. Dabei sind neben der Entwicklung einer ausreichenden Versorgungsinfrastruktur die

soziale Infrastruktur und die Verkehrsinfrastruktur sowohl beim motorisierten Individualverkehr als auch beim öffentlichen Personennahverkehr (siehe Kapitel: Verkehr allgemein) maßgeblich zu verbessern. Mit der 4. Flächennutzungsplan-fortschreibung werden an verschiedenen Ortsrändern von Esch und Auweiler Wohnbauflächenarrondierungen dargestellt und in den folgenden Ausführungen weitere städtebaulichen Maßnahmen genannt. In einem städtebaulichen Gesamtkonzept sind die Planungen für Esch und Auweiler zu konkretisieren. In den gewachsenen dörflichen Strukturen von Esch und Auweiler gibt es nur vereinzelt kleine Betriebe. Fast alle Erwerbstätigen in Esch / Auweiler arbeiten außerhalb des Stadtteils. Prägend, am Ortsrand von Auweiler, sind die landwirtschaftlichen Versuchsgüter der Landwirtschaftskammer.

Die ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen, die westlich und nördlich von Esch / Auweiler liegen, bieten heute schon freie Erholungsmöglichkeiten. Diese Möglichkeiten werden in Zukunft durch das Erholungsgebiet „Stöckheimer Hof“, das auf Pulheimer und Kölner Stadtgebiet entwickelt wird, weiter ergänzt. Offene Sportanlagen sind vorhanden. Schulsporthallen, die auch von Vereinen genutzt werden können, ergänzen das Sportstättenangebot. Im Rahmen einer größeren Wohnbauerweiterung, insbesondere in Auweiler, wird sich der Bedarf erhöhen. Daher sollte eine weitere Sportanlage eingeplant werden.

Kleingartenanlagen gibt es in Esch / Auweiler nicht. Obwohl ein rechnerischer Bedarf von ca. 60 Kleingärten besteht sollte dieser Bedarf bezirksorientiert gedeckt werden.

 

5.11.2 Versorgung

Das Versorgungsangebot gliedert sich im Ortsteil Esch in zwei sehr schwach ausgeprägte Grundversorgungsbereiche, die sich jedoch eher als Streulagen bezeichnen lassen und kein Zentrum darstellen, da der Geschäftsbesatz sehr mangelhaft ist. Diese beiden Bereiche liegen rund 400 m voneinander entfernt, einmal im Bereich Chorbuschstraße / Edmund-Richen-Straße und im Bereich Weilerstraße / Fronhofstraße / Kirchgasse. Die meisten Einzelhandelsbetriebe verfügen über eine Verkaufsfläche (VKF) von unter 100 m². Größter Einzelhandelsbetrieb ist ein peripher gelegener Supermarkt mit rund 700 m² VKF. Vor dem Hintergrund, dass Esch insgesamt nur über eine Verkaufsfläche von rd. 1.000 m² verfügt, ist die Gesamtausstattung in Esch als zu gering einzustufen.

 

Im Nachbarortsteil Auweiler bestehen außer einem Kiosk keine Versorgungseinrichtungen. Die Entwicklung eines zentralen Versorgungsbereiches ist deshalb auch im Sinne des Nahversorgungskonzeptes dringend erforderlich und sollte leistungsfähig für beide Ortsteile zentral zwischen den Ortsteilen an der Auweiler Straße etabliert werden. Ein Zusammenwachsen der Ortslagen ist im Sinne der Ortsidentität zu verhindern.

5.11.3

Verkehr

Der Stadtteil Esch/Auweiler ist mit zwei Verbindungsstraßen, die mit ca. 20.700 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden (Kfz / 24 h) frequentiert sind, mit Pesch verbunden. Die Verbindungsstraßen mit der Stadt Pulheim und deren Stadtteil Sinnersdorf werden mit ca. 17.600 Kfz / 24 h frequentiert. Die Verbindungsstraßen zu den Stadtteilen Roggendorf/Thenhoven (611) und Volkhoven/Weiler (608) im Stadtteil Esch/Auweiler werden mit einen Verkehrsaufkommen von ca. 11.000 Kfz / 24 h frequentiert. Durch diese Verkehrsaufkommen wird der Stadtteil Esch/Auweiler durch den motorisierten Individualverkehr sehr stark belastet. Der Quell- und

Zielverkehr hat hieran jedoch einen großen Anteil: Esch/Auweiler ist der Stadtteil im Untersuchungsraum mit dem höchsten MIV-Anteil am modal split (69%). Das stetige Wachstum des Stadtteils zwischen 1950 und 1980 von damals rund 1.050 Einwohnern auf über 6.600 Einwohner hat einen entsprechenden Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nicht nach sich gezogen. Mit zwei Buslinien (Linie 126 in Nord-Süd-Richtung, Linie 125 in Ost-West-Richtung) wird der Ortsteil Esch erschlossen und mit Chorweiler, Pesch, Longerich (dort Anschluss an die S-Bahnlinie S11), Bocklemünd und Sinnersdorf (Stadt Pulheim) verbunden. Von Auweiler fährt nur eine Buslinie in Richtung Bocklemünd und Chorweiler. Der Stadtteil Esch/Auweiler weist damit die typischen Erschließungsprobleme des ländlichen Raumes auf. Der PKW-Verkehr ist dominierend und belastet die Ortslage von Esch massiv. Durch die starke vom Durchgangsverkehr belastete Ortslage ist eine Gesamtverkehrskonzeption dringend erforderlich.

 

Eine Schieneninfrastruktur fehlt im Stadtteil Esch/Auweiler vollständig. Perspektivisch wird eine Stadtbahnanbindung Peschs sowie des Nachbarstadtteils Esch/Auweiler diskutiert (siehe auch Kapitel: Verkehr-Allgemein), aber im Flächennutzungsplan optional nicht dargestellt.

 

5.11.4 Soziale Infrastruktur

Die soziale Situation im Sozialraum Esch / Auweiler ist eher unauffällig. Sie hat sich im Vergleichszeitraum zwischen dem Jahr 2000 und 2006 kaum verändert und zeigt, im Vergleich zur Gesamtstadt und zu anderen Stadtteilen, keine besonders auffälligen sozialen Belastungen und auch keinen erhöhten Jugendhilfebedarf. Die vier öffentlichen Kindergärten (Martinusstraße, Am Braunsacker, Am Scheidweg und Weilerstraße) bieten in 13 Gruppen für alle Altersgruppen ein sehr gutes Angebot. Bei der Planung der Arrondierung von größeren Wohnbauflächen am Ortsrand von Auweiler entsteht jedoch der Bedarf einer zusätzlichen Einrichtung.

In Esch liegt die dreizügige Konrad – Adenauer – Gemeinschaftsgrundschule an der Martinusstraße. Am gleichen Standort ist die Primar – Nebenstelle der Förderschule Lernen Soldiner Straße aus Lindweiler untergebracht. Im Rahmen der Dreizügigkeit können an der Grundschule noch Kinder aufgenommen werden.

 

Für die Ortslagen Esch / Auweiler sind durch die 4. Flächennutzungsplanfortschreibung langfristig umfangreiche Wohnbauflächen vorgesehen. Nach derzeitigen Schätzungen könnten dort bis zu 1.200 neue Wohneinheiten entstehen. Dies ist ein relevanter Wert für die Bedarfsplanung im Grundschulbereich. Daher ist es erforderlich dass die Schulverwaltung frühzeitig informiert wird, dass heißt möglichst mit einem Vorlauf von drei bis fünf Jahren vor Bezug der Wohneinheiten, um die Platzzahlen im Grundschulbereich entsprechend anpassen zu können. Aufgrund der Lage der Bauflächen kommen als wohnortnächste Schule sowohl die Gemeinschaftsgrundschule an der Martinusstraße in Esch als auch die Erich – Ohser – Schule in Pesch in Frage. Am Standort Schulstraße in Pesch ist sowohl im Grundschulbereich, als auch bei entsprechender Gymnasialnachfrage ausreichend Grundstückspotential

für einen Doppelstandort vorhanden, um die Kapazitäten auszuweiten.

 

Am Standort Martinusstraße in Esch ist zu gegebener Zeit eine differenzierte Betrachtung erforderlich. Die Bewertung ist davon abhängig ob zum Bedarfszeitpunkt noch die Nebenstelle der Förderschule Lernen Soldiner Straße dort eingerichtet ist bzw. sich eine zweite schulische Nutzung am Standort befindet. Daher wird vorgeschlagen in den stadtplanerischen Erstüberlegungen in unmittelbarer Nähe der Schule, südwestlich der Schulsporthalle, eine Erweiterungsfläche von mindestens 2.500 m² vorzusehen. Über den tatsächlichen Bedarf muss in zukünftig konkretisierenden Verfahren entschieden werden.

 

Im Stadtteil Esch / Auweiler gibt es keine Jugendeinrichtung. Es leben dort ca. 850 Kinder und Jugendliche von 10 bis unter 21 Jahren (Stand 2007). Der Stadtteil weist keine sozialen Auffälligkeiten auf, die auf einen erhöhten Jugendhilfebedarf schließen lassen. Im Stadtteil bestehen keine stationären Alteneinrichtungen. Der Bedarfsdeckung ist im Bezirk ausreichend (siehe auch Kapitel: Planungsvorgaben). In Esch / Auweiler bestehen zwei Einrichtungen, in denen sich die älteren Mitbürger treffen können.

 

Der Ortsteil Auweiler wird aus dem weiteren Verfahren ausgeklammert. Im Zusammenhang mit den umfangreichen Wohngebietserweiterungen ist eine Anpassung an Ziele der Raumordnung und Landesplanung und damit Änderung des Regionalplanes und die Darstellung als Allgemeiner Siedlungsbereich erforderlich. Erst danach kann die erweiterte Darstellung im Flächennutzungsplan erfolgen.

„ Zitat Ende Quelle: Rats Beschlussvorlage 2395/2011 vom 08.06.2011

Bereits 2010/2011 hätten wir als betroffene Bürger zu diesen Plänen für Auweiler-Esch zu diesen Plänen Stellung nehmen können. Es ist unverständlich, dass die Stadt Köln es nicht für nötig hält, Veränderungen in dieser Größenordnung in einer Informationsveranstaltung im betroffenen Stadtteil zu präsentieren.

Die zuerwartenden Veränderungen kurz zusammengefasst:

– Bei 1200 neuen Wohneinheiten ist mit einem Bevölkerungswachstum von ca. 3000 Personen zu rechnen.

– Für den Verkehr wird es damit schätzungsweise auch ca. 2000 zusätzliche Fahrzeuge pro Tag geben, die täglich durch Auweiler-Esch rollen werden.

– Das Erholungsgebiet Stöckheimer Hof wird an seinen Rändern erheblich verkleinert.

– Der im Rahmen der Regionale 2010 geplante Linearpark entlang des Randkanals ist in Frage gestellt.

– Eine zusätzliche Versorgungsinfrastruktur wird notwendig.

– Bei Terra-Kies wird es einen neuen Autobahnvollanschluss an die A57 geben.

 

Es ist dabei zu betonen, es handelt um langfristige Perspektiven für Auweiler-Esch in frühestens 10 bis 20 Jahren, die vom Ergebnis der Regionalplanänderung abhängen. Vieles ist noch in Bewegung und nicht endgültig. Aber sicherlich kann man erkennen, welche Richtung die Entwicklung unseres Stadtteils nehmen wird. Einige der Leser und vielleicht auch der Autor werden Auweiler-Esch in 2025 bis 2030 vielleicht nicht mehr mit erleben. Die grundlegenden Weichstellungen für die Entwicklung werden aber nicht allzu ferner Zukunft fallen.

Köln, den 21.5.2014

 

Written by Chefredakteur

Januar 10, 2016 at 8:26 pm

Regionalplanänderung für Auweiler-Esch, Musterbrief für Widerspruch

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Einer unserer Website-Besucher hat uns dazu ermutigt, einen Musterbrief als Widerspruch zur Regionalplanänderung für Auweiler-Esch zu erstellen. Wer keine Zeit hat oder wem es schwerfällt, eine umfangreiche Argumentation gegen die Regionalplanänderung zu schreiben, kann diesen Brief als Vorlage nehmen und Ihn an die Bezirksregierung schicken.

Download in Office-format: Vorlage Regionalplan Widerspruch

Download in PDF-format: Vorlage Regionalplan Widerspruch

Wer sich die 1,45 Euro Porto sparen möchte, kann natürlich auch den Brieftext per Copy & Paste über die Internetplattform Beteiligung-Online verwenden.

Regionalplanänderung für Auweiler-Esch, Öffentlichkeitsbeteiligung:

Eine Beteiligung ist vom 02. November 2015 bis einschließlich 15. Januar 2016 möglich.

Eine Stellungnahme kann vorzugsweise elektronisch über die Internetplattform Beteiligung-Online, per E-Mail regionalplanung@brk.nrw.de, per Post (Bezirksregierung Köln, Dezernat 32, Zeughausstraße 2-10, 50667 Köln), per Fax (0221 / 147-2905) oder zur Niederschrift bei der Bezirksregierung Köln und der Stadt Köln erfolgen. (Kommentar: Anonyme Mails werden sicherlich nicht berücksichtigt, also Unterschrift und Anschrift nicht vergessen)

Nach Ablauf der Beteiligungsfrist fließen die fristgerecht vorgebrachten Stellungnahmen in die Abwägung der Regionalplanänderung ein.

weitere Details zum Öffentlichkeitsbeteiligung gibt es hier:

http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/verfahren/32_regionalplanungsverfahren/teilabschnitt_koeln_planaenderungen_23/index.html

Written by Chefredakteur

Januar 6, 2016 at 10:35 pm

Regionalplanänderung für Auweiler-Esch, Niederschrift der Wortbeiträge aus der RR-Sitzung vom 25.9.2015

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Anbei die Wortbeiträge im Regionalrat in der Sitzung vom 25.09.2015 zur Änderung der Regionalplans für Auweiler-Esch

Sachgebiet:

Drucksache

Seite

Protokoll der 5. RR-Sitzung

RR 115/2015

2

Der Regionalrat des Regierungsbezirks Köln Niederschrift

über das wesentliche Ergebnis der 5. Sitzung des Regionalrats am Freitag, 25. September 2015, 10:08 Uhr bis 12:41 Uhr, im Plenarsaal der Bezirksregierung Köln

Top 7

23. Änderung des Regionalplanes Köln, Teilabschnitt Region Köln – Allgemeine Siedlungsbereiche (ASB) Esch und Auweiler, Stadt Köln –
hier: Erarbeitungsbeschluss
Drucksache Nr. RR 78/2015

Zu den Tagesordnungspunkten 7 und 8 – so Stefan Götz (CDU) – gelte generell folgende Überlegung:

Wenn der Regierungsbezirk Köln, wie man es eben eindeutig vernommen habe, eine wachsende Region sei, müsse eine entsprechende Flächenvorsorge betrieben werden. Es könne auf Dauer nicht richtig sein, wenn in einer Gemeinde neue Flächen für zusätzlichen Wohnbedarf auszuweisen seien, dass in der gleichen Gemeinde an anderer Stelle entsprechende Flächen zurückgenommen werden müssten.

In TOP 7 gehe es um Köln, eine wachsende Stadt. Es würden 50.000 bis 100.000 Einwohner mehr prognostiziert. Es könne auf Dauer nicht gelingen, sie unterzubringen, wenn man Flächen nur ausweisen dürfe, wenn an anderer Stelle des Stadtgebiets Flächen zurückgenommen würden.

Man müsse zum einen überlegen, ob das für die konkreten Fälle richtig sei. Zum anderen müsse man für die Zukunft nach anderen Lösungen suchen. Entweder brauche man einen Flächenpool im Regierungsbezirk Köln oder sogar auf der Ebene des Landes, um die Flächenrücknahme dort vorzunehmen, wo der Bevölkerungsrück- gang tatsächlich stattfinde, und nicht dort, wo das Bevölkerungswachstum erfolge.

Die CDU werde beiden Vorlagen zustimmen, weil sie nichts aufhalten wolle, aber diese Frage sei sicherlich im weiteren Verfahren noch einmal zu diskutieren.

Dr. Ulrich Soénius (IHK NRW) bezieht sich auf die Ausgleichsfläche in Wahn. Die in Wahn ausgewiesene Fläche sei ziemlich unbedeutend. Er habe aber den Eindruck, dass die Anmeldung zum Bundesverkehrswegeplan nicht berücksichtigt worden sei. Unter 1271 bis 1273 gebe es eine Anmeldung für eine Neubaustrecke, die genau diese Fläche unmittelbar betreffen würde.

Deswegen frage er sich, ob es sinnvoll sei, jetzt dort einen Grünzug auszuweisen, der vielleicht später mit dem Bundesverkehrswegeplan ad absurdum geführt werde. Deshalb rege er an – unter TOP 15 a) (1) gebe es auch eine Mitteilung zum Bundesverkehrswegeplan –, diese Änderung zurückzustellen, bis der Bundesverkehrswegeplan vorliege und die Priorisierung klar sei. Ansonsten habe man ein Problem. Es werde eine Straße vorgeschlagen, die im Grünzug lande.

Sabine Feldmann (Bezirksregierung Köln) geht zunächst auf den Vorschlag von Dr. Ulrich Soénius ein. Die Sachlage werde überprüft werden. Ihr sei keine klare Trassenführung bekannt. Zu dem Zeitpunkt, als man über diesen Flächentausch gesprochen habe, habe man nicht gewusst, dass möglicherweise eine zukünftige Verkehrsfläche betroffen sein könnte.

Zu der Frage von Stefan Götz nach dem Flächentausch: Der Tausch von Allgemeinen Siedlungsbereichen wurde von Seiten der Stadt Köln angeregt und von der Bezirksregierung befürwortet. Unabhängig von dieser Frage sei klar, dass der rechneri- sche Bedarf für die Stadt Köln vorhanden sei und an geeigneten Stellen verortet werden müsse. Spätestens bei der Gesamtfortschreibung werde sich herausstellen, dass es wohl um erhebliche Flächenbedarfe gehe. Man müsse gemeinsam Wege finden, die Flächen im Stadtgebiet oder vielleicht auch regional zu verorten.

Zu berücksichtigen sei – so Manfred Waddey (GRÜNE) –, dass der Rat die entsprechenden Beschlüsse, die zu diesem Verfahren geführt hätten, 2011 gefasst habe. Er wisse nicht, warum das so lange gedauert habe.

Zu bedenken sei auch, dass es auch innerhalb einer Stadt wie Köln durchaus disparate Entwicklungen gebe. Weder Esch noch Porz gehörten zu den nachfragestarken Stadtteilen in Köln. Die Nachfrage konzentriere sich auf die Innenstadt. Ob man mit den Ausweisungen, die zwar auf Kölner Stadtgebiet, aber relativ weit draußen lägen, den tatsächlichen Bedürfnissen gerecht werde, sei ohnehin eine völlig andere Frage.

Da der Beschluss des Rates der Stadt Köln 2011 wohl weitgehend einstimmig gefasst worden sei, sollte man das Erarbeitungsverfahren so auf den Weg geben. Wenn es im Rahmen des Anhörungsverfahrens völlig neue Aspekte gebe, werde man das bei der Erörterung berücksichtigen müssen.

Birgitta Nesseler-Komp (CDU) betont, die Sachlage anders zu sehen als Manfred Waddey. Es treffe nicht zu, dass sich die Bevölkerung nicht in den Außenregionen der Stadt Köln ansiedeln wolle. Gerade in Esch, Pesch, Auweiler sei ein Zuwachs zu verzeichnen. Dort siedelten sich die Menschen sehr gerne an. Das gelte für das gesamte Stadtgebiet. Nicht alle Leute wollten in der Innenstadt wohnen, zum Beispiel Familien mit Kindern. Die Außenbezirke würden hoch frequentiert.

Vorsitzender Rainer Deppe macht deutlich, heute werde man den Erarbeitungsbeschluss fassen. Die anderen Fragen würden im weiteren Verfahren zu erörtern sein.

Der Vorsitzende erkundigt sich, wenn sich die Aussage von Dr. Ulrich Soénius be- wahrheiten sollte, dass die Fläche anderweitig gebraucht werde, ob dann in der Stadt Köln eine neue Fläche als Kompensation gesucht werden müsste oder ob man den Plan trotzdem beschließen könnte.

Sabine Feldmann (Bezirksregierung Köln) erklärt, im Zusammenhang mit der Of- fenlage werde klar sein, ob diese Fläche überhaupt noch zur Disposition stehe oder nicht. Rein rechnerisch sei der Bedarf für Köln enorm und müsse gedeckt werden. Es müsse sowohl für den Ein- und Zweifamilienhausbau als auch innerstädtisch für den Geschosswohnungsbau etwas getan werden. Auf jeden Fall decke diese Planände- rung einen Teil des Bedarfs mit ab.

Martin Metz (GRÜNE) bittet um Auskunft, ob die relativ schwache Ausweisung als regionaler Grünzug grundsätzlich dem Bau einer Bundesfernstraße entgegenstehe. Zumindest nach seiner Erinnerung habe man regionale Grünzüge, wo solche Projekte verwirklicht würden.

Heribert Hundenborn (Bezirksregierung Köln) antwortet, ein regionaler Grünzug stehe – trotz seiner raumordnerischen Einordnung als Vorranggebiet – dem Bau einer privilegierten Fachplanung wie z.B. einer Bundesverkehrswegeplanung dann nicht entgegen, wenn diese eine Bedarfsplanmaßnahme geworden sei. Das sei zurzeit noch nicht gegeben.

Der Regionalrat fasst einstimmig folgende Beschlüsse:

  1. Der Regionalrat beauftragt die Regionalplanungsbehörde, das Erarbei- tungsverfahren gemäß § 19 Abs. 1 Landesplanungsgesetz NRW zur 23. Änderung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Köln, Teilabschnitt Region Köln, in der Fassung der anliegenden Planunterlagen (Stand: August 2015) durchzuführen.
  2. Die in der Anlage aufgeführten Beteiligten (Beteiligtenliste) sind zur Mitwirkung an dem Verfahren aufzufordern (§ 10 Abs. 1 ROG in Ver- bindung mit § 13 Abs. 1 LPlG NRW). Ihnen ist Gelegenheit zu geben, innerhalb einer Frist von zwei Monaten ihre Stellungnahmen vorzubringen. Die Regionalplanungsbehörde kann weitere Beteiligte zulassen, wenn sich dies im Laufe des Verfahrens als notwendig erweist.
  3. Der Öffentlichkeit wird Gelegenheit gegeben, zu der beabsichtigten Regionalplanänderung Stellung zu nehmen (§ 13 LPlG NRW in Verbin- dung mit § 10 Abs. 1 ROG). Hierzu werden die Planunterlagen bei der Stadt Köln sowie der Bezirksregierung Köln für die Dauer von zwei Monaten öffentlich ausgelegt. Ort und Dauer der Auslegung werden min- destens zwei Wochen vorher ortsüblich bekannt gemacht.

Quelle: Niederschrift der Ergebnisse der 5. Sitzung vom 25.9.2015,  Seite 22 (TOP 3 der 6. Regionalratssitzung)

http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/gremien/regionalrat/sitzungen_regionalrat/sitzung_06/03.pdf

Regionalplanänderung für Auweiler-Esch Planunterlagen: https://nvzkoelnesch.wordpress.com/2015/11/03/22-hektar-wohnungsbauflaechen-in-auweiler-esch-geplant/

Written by Chefredakteur

Dezember 10, 2015 at 7:00 pm

22 Hektar Wohnungsbauflächen in Auweiler-Esch geplant

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Die Stadt Köln beabsichtigt in den Ortslagen Esch und Auweiler zusätzliche Wohnbauflächen für Einfamilienhäuser auszuweisen. Damit sollen die Ortsteile Esch und Auweiler abgerundet werden und eine kompakte Siedlungsstruktur entstehen. Dafür ist eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Zuvor muss, um die landesplanerischen Voraussetzungen zu schaffen, der Regionalplan geändert werden. Der Regionalrat hat in seiner 5. Sitzung am 25. September 2015 die Bezirksregierung Köln beauftragt, das förmliche Erarbeitungsverfahren durchzuführen.

Die Bürgerinnen und Bürger haben nun die Möglichkeit, in der Zeit vom 2. November 2015 bis einschließlich 15. Januar 2016, zu den Planungen Stellung zu nehmen. Die Plan- und Verfahrensunterlagen liegen bei der Bezirksregierung Köln als Regionalplanungsbehörde und bei der Stadt Köln aus. Die Frist der Behördenbeteiligung endet ebenfalls am 15. Januar 2016.

Mit der Neudarstellung von Allgemeinen Siedlungsbereichen werden in den Ortsteilen Esch und Auweiler rund 22 Hektar zusätzliche Wohnbauflächen ermöglicht. Im Gegenzug sollen in Köln-Kalk und Köln-Porz Siedlungsflächen gleicher Größenordnung und Wertigkeit wieder dem Freiraum zugeführt werden.

Quelle: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/presse/2015/093/index.html

 

Nun ist es öffentlich und steht im Amtsblatt. Auweiler-Esch bekommt 22 Hektar neue Wohnungsbauflächen u.a. im Erholungsgebiet Stöckheimr Hof.

Wer am Verfahren zur Regionalplanung teilnehmen und seine Meinung äußern möchte, findet hier alle Unterlagen:

http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/verfahren/32_regionalplanungsverfahren/teilabschnitt_koeln_planaenderungen_23/index.html

Hier kommt man direkt zur Online Beteiligung bei der Bezirksregierung Köln:

https://www.beteiligung-online.nrw.de/bo_koeln_23_aenderung/index_pre.php

Der neue Regionalplanentwurf: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/verfahren/32_regionalplanungsverfahren/teilabschnitt_koeln_planaenderungen_23/verfahrensunterlage.pdf

Hier das wichtigste aus der Verfahrensunterlage, der Planentwurf.

Regionalplan 200

 

 

Teilabschnitt Region Köln, 23. Planänderung: Allgemeine Siedlungsbereiche (ASB) Esch und Auweiler, Stadt Köln


Der Regionalrat des Regierungsbezirks Köln hat in seiner 5. Sitzung am 25.09.2015 das Regionalplanänderungsverfahren eingeleitet (vgl. § 19 Landesplanungsgesetz (LPlG) NRW).

Gemäß § 10 Absatz 1 ROG in Verbindung mit § 13 Absatz 1 LPlG NRW wird der Öffentlichkeit und den öffentlichen Stellen und Personen des Privatrechts gemäß § 4 ROG Gelegenheit gegeben, zu der o.g. Änderung des Regionalplanes Stellung zu nehmen. Die Verfahrensunterlagen liegen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Einsichtnahme für jedermann bei der Bezirksregierung Köln und der Stadt Köln aus.

Eine Beteiligung ist vom 02. November 2015 bis einschließlich 15. Januar 2016 möglich.

Eine Stellungnahme kann vorzugsweise elektronisch über die Internetplattform Beteiligung-Online, per E-Mail regionalplanung@brk.nrw.de, per Post (Bezirksregierung Köln, Dezernat 32, Zeughausstraße 2-10, 50667 Köln), per Fax (0221 / 147-2905) oder zur Niederschrift bei der Bezirksregierung Köln und der Stadt Köln erfolgen.

Nach Ablauf der Beteiligungsfrist fließen die fristgerecht vorgebrachten Stellungnahmen in die Abwägung der Regionalplanänderung ein.

http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/verfahren/32_regionalplanungsverfahren/teilabschnitt_koeln_planaenderungen_23/index.html

Written by Chefredakteur

November 3, 2015 at 3:57 pm