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Leichtbauhallen Neue Standorte für Flüchtlingsunterbringung in Köln benannt

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„Seit 11. März sind wir in der freudigen Lage, keine neuen Turnhalle mehr belegen zu müssen“, sagt Wohnungsamts-Chef Josef Ludwig. Und durch 1700 neue Wohnplätze für Flüchtlinge, die die Stadt in den nächsten beiden Monaten in Gewerbehallen, Containern, Wohnhäusern, Systembauten und Hotels fertigstellt, hofft Ludwig, dass die Sporthallen im Görlinger Zentrum in Bocklemünd und an der Neuhöfferstraße in Deutz weiterhin nur in Bereitschaft gehalten werden müssen.

Während in NRW fast überall der Zustrom abgerissen ist, erhält Köln jede Woche 225 Neuzuweisungen – das ist bis 3. Juni so festgeschrieben, weil Köln sein Defizit im Landesvergleich aufholen muss. Derzeit beträgt das Minus im Vergleich zu den anderen Kommunen in NRW noch 4800 Plätze. Zu Beginn der Vereinbarung waren es 6071.

Sowohl die Drehscheibe wie auch die Landesunterkünfte in Köln werden der Stadt angerechnet. Und so kann – zumal derzeit schon 12 517 Flüchtlinge in Köln untergebracht sind – ab Jahresmitte wohl mit dem Bau von Ersatzunterkünften für die Turnhallen begonnen werden. Wenn sich nicht neue Flüchtlingsrouten nach Europa öffnen.

„Wir werden uns auf große Einheiten konzentrieren“, kündigte Stadtkämmerin Gabriele C. Klug an, die kommissarisch auch für Soziales zuständig ist: „Erst werden die Turnhallen geleert, danach geht es raus aus den Hotels.“ Ein Hotelplatz koste im Schnitt 1000 Euro pro Person und Monat und sei somit sehr teuer.

Am 21. April sollen Prioritäten für die Leerung der Turnhallen besprochen werden. „Ligabetrieb und Schulbedarf werden berücksichtigt, weshalb die Förderschule am Kolkrabenweg ganz oben auf der Rückgabeliste stehen dürfte“, sagte Ludwig. Doch wie schnell kann es Ersatz geben?

Von den ersten fünf Standorten für Leichtbauhallen haben sich nur drei als geeignet erwiesen: Ostheim ist in Betrieb, der Luzerner Weg in Mülheim kann im August folgen, die Butzweilerhof-Allee in Ossendorf im September. Auf den beiden anderen Grundstücken werden Container aufgestellt: in Deutz an den Gelenkbogenhallen (in Anthrazit, angepasst an Messe und Hotels) mit 320 Plätzen, 240 in Ossendorf an der Wilhelm-Schreiber-Straße.

Sechs weitere Standorte gelten als „geeignet für Leichtbauhallen“, aber über die muss die Politik erst beraten. Erst dann kann die Vergabe erfolgen. Dreieinhalb Monate braucht ein Unternehmer anschließend für den Aufbau.

Die Standorte sind in Lindweiler am Erbacher Weg, in Roggendorf an der Sinnersdorfer Straße, in Auweiler an der Pescher Straße, in Lind an der Nibelungenstraße, in Poll an der Rolshover Straße und in Dellbrück an der Mielenforster Straße. Weitere Flächen werden laut Ludwig am Montag benannt.

Und bis zur Inbetriebnahme dieser Leichtbauhallen werden die Sporthallen noch als Unterkunft gebraucht. Die Sportjugend ist enttäuscht, weil sie gerade erst einen Brief von OB Henriette Reker erhalten hat, der weder eine Perspektive für die Flüchtlinge, noch für die Sportvereine aufzeige.

„Das Vertrauen schwindet“, teilte der Vorsitzende Peter Pfeifer mit und fordert eine verbindliche Liste für die Rückgabe und keine weiteren Hallensperrungen.

Doch selbst, wenn die Flüchtlinge aus einer Halle ausziehen können, muss erst saniert werden. Das dauert vier bis sechs Wochen, schätzt Ludwig – „wenn die Schäden leicht zu beheben sind.“

Quelle Kölner Rundschau Online 8.4.2016 : http://www.rundschau-online.de/region/koeln/leichtbauhallen-neue-standorte-fuer-fluechtlingsunterbringung-in-koeln-benannt-23853556

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Quelle: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=60306

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Written by Chefredakteur

April 9, 2016 um 11:02 am

Veröffentlicht in Pressemeldungen

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