Auweiler-Esch Aktuell (ehemals NVZ)

Informationen zu Auweiler-Esch

Der neue Randkanal – erste Planungsdetails

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hier sind erste Planungsdetails zur Erneuerung des Randkanals zwischen Pesch und Esch.

Quelle: Protokoll zur Vorbesprechung des Beirates bei der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Köln am 24.11.2014 (BeiratsVB-2014_11_24.pdf)

Link: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=48677

 

„4. Errichtung eines Stauraumkanals in Köln Esch/ Pesch/ Auweiler sowie Neubau
des Pumpwerks an der Martinusstr., Bezirk 6, Landschaftsschutzgebiet
L 7
hier: Beteiligung des Beirates gem. § 11 (2) LG NW

Beschreibung der Maßnahme
Es ist geplant, die Regenwasserbehandlung in Köln Esch – Pesch – Auweiler zu
sanieren und zu ertüchtigen.
Hierfür wurde im Jahr 2007 eine Planung erarbeitet, die dem Beirat bei der Unte-
ren Landschaftsbehörde in der Sitzung am 08.10.2007 mitgeteilt und im Dezem-
ber 2012 von der Bezirksregierung nach § 58.2 LWG genehmigt wurde.
Auf Grund von Schwierigkeiten beim Grunderwerb wird derzeit ein alternativer
Trassenverlauf geplant, in dessen Planung das zu ersetzende Pumpwerk an der
Martinusstr. in Köln- Esch im Gegensatz zur alten Planung nun auf dem
Pumpwerksgelände errichtet werden soll.
Die neue Planung sieht für die Sanierung und Ertüchtigung der dezentralen Ab-
wasser- und Regenwasserbehandlungsanlagen die Abwasserableitung künftig
zwischen dem Pumpwerk Pesch und dem Pumpwerk an der Martinusstr. über ei-
nen Stauraumkanal und von dort bis zur Anschlussstelle an der Orrer Str. über
zwei Druckrohrleitungen vor. Durch die Ertüchtigung werden die Pumpwerke in
Pesch und Esch durch ein neues Pumpwerk auf dem Betriebsgelände an der
Martinusstr. in Esch ersetzt und der vorhandene Vorflutkanal entfernt.
Der neue Stauraumkanal (ca. 1760 m lang) soll ab dem Pumpwerksgelände in
Pesch an der Pescher Str. in DN 1400 Profil und ab der Kreuzung Pescher Str. /
Ecke Fuß-/Radwegeverbindung nach Esch in DN 2800 Profil ausgebaut werden.
Da anzuschließende Kanäle in 10 m Tiefe verlaufen, erfolgt der Ausbau als Rohr-
vortrieb ebenfalls in 10m Tiefe.
Zur Schonung der freien Feldflur verläuft die neue Trasse nah am Siedlungsrand
und möglichst in der Trasse des Vorflutkanals. Einschränkungen für den Verlauf
ergeben sich bei den Hochspannungsmasten nördlich der Pescher Str., die inner-
halb eines 15 m breiten Schutzstreifens nicht unterfahren werden dürfen.
Aus Standsicherheitsgründen ist im weiteren Verlauf nach Norden ein Heranrü-
cken an die Seen nicht möglich, da ein größerer Abstand zu den See- Böschun-
gen eingehalten werden muss und das Vortriebsverfahren keine kleinen Radien
zulässt.
Somit verläuft die neue Trasse zwischen Pescher Str. und Hahnerweg in einem
Abstand von ca. 25- 30 m fast parallel zum derzeitigen Vorflutgraben und kann
erst ab dem Ortsrand von Esch in die Trasse des Vorflutgrabens übergeleitet
werden.
Zum Anfahren des neuen Kanals für Wartungsarbeiten etc. werden drei Stichwe-
ge vom bestehenden Fuß-und Radweg zu den Einstiegsgruben in Schotterrasen
errichtet, sowie ein ca. 420 m langer Weg zwischen dem Hahner Weg und dem
Siedlungsrand von Esch in wassergebundener Decke ausgebaut.
Im neuen Pumpwerk an der Martinusstr. wird das Abwasser in klärpflichtiges und
entlastetes Mischwasser getrennt und dessen jeweilige Ableitung erfolgt in zwei
neuen Druckrohrleitungen (jeweils DN 1200, 1360 m lang). Diese werden vom
Pumpwerk bis zum im Rhein- Erft- Kreis befindlichen Übergangsbauwerk an der
Orrer Str. im Trassenverlauf des jetzigen Vorflutkanals in einer Tiefe von1,80 m
bis 2,30 m ab Oberkante des vorhandenen Deiches in offener Bauweise erstellt.
Eingriff und Kompensation
Für die gesamte Baumaßnahme werden ca. 3750 qm Gehölzbestände und 3150
qm Wiesen-, Gras- und Krautbestände beseitigt sowie ca. 36350 qm Acker- und
Rasenflächen sowie ca. 2050 qm landwirtschaftliche Hofflächen temporär bean-
sprucht.
Durch die Verlegung des Feldweges und die Erstellung der Zuwegungen zu den
Wartungsschächten sowie deren Erstellung selbst erfolgt eine Neuversiegelung
von ca. 2350 qm unversiegelten Boden.
Im Rahmen des Rückbaus des nicht mehr benötigten Feldweges können dage-
gen ca. 1800 qm teilbefestigte Flächen sowie ca. 4650 qm befestigte Flächen
durch das Entfernen von Sohlschalen wieder entsiegelt werden.
Durch den Erhalt von Einzelbäumen und Gehölzgruppen sowie dem temporären
Erhalt der den heutigen Vorflutkanal säumenden geschnittenen Hecken soll der
Verlust von Vogelrevieren vermieden werden. Des Weiteren werden zum Schutz
von bestimmten Tierarten Bauzeitfenster festgelegt und bei Bedarf in Zusammen-
arbeit mit der Unteren Landschaftsbehörde ggf. neu geregelt.
Als Kompensation werden ca. 17500 qm als Fettwiese bzw. Gras- und Krautsäu-
me mit Rieger- Hofmann- Saatgutmischungen, die aus gebietseigenen wildarten
erstellt werden, eingesät.
Im Bereich der großen Wiesenflächen sind Feldgehölzgruppen sowie blütenreiche
Hecken aus heimischen standortgerechten Gehölzen geplant.
Darüber hinaus werden Einzelbäume entlang der Orrer Str. und innerhalb der
Wiesenflächen nördlich des Hahner Weges als heimische standortgerechte oder
Wíldobstgehölze gepflanzt.
Im Bereich des südlichen Sees sollen sich die nicht mehr benötigten Pflegestrei-
fen des ehemaligen Vorfluters als Sukzessionsflächen entwickeln wodurch der
Eingriff insgesamt mehr als ausgeglichen bilanziert werden kann. Der Überschuss
wird für andere Maßnahmen des Vorhabenträgers in Ansatz gebracht.
Auf Wusch wird das Vorhaben in der Sitzung am 15.12.2014 vom Vorhabenträger
bzw. den beauftragen Planungsbüros vorgestellt.
Der Beirat bei der Unteren landschaftsbehörde nimmt den LBP zur Errichtugn des
Stauraumkanals sowie des Pumpwerks zur Kenntnis und gibt ggf. eine Stellung-
nahem dazu ab.
Entscheidung: zustimmend zur Kenntnis genommen“

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Written by Chefredakteur

Februar 19, 2015 um 11:22 am

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