Auweiler-Esch Aktuell (ehemals NVZ)

Informationen zu Auweiler-Esch

Archive for Dezember 2014

Stadtbahn bis nach Auweiler-Esch ?

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In verschiedenen Gremien seitens der Stadt Köln wird schon seit 10 Jahren die Anbindung von Pesch, Esch und Auweiler mittels Straßenbahn (Stadtbahn) diskutiert. Im Zuge der Regionalplanung und Flächennutzungsplanung für Auweiler-Esch habe ich aus Interesse mal begonnen zu diesem Thema zu recherchieren.

Hier ein kleiner Auszug der Ergebnisse:

Quelle: Ratsvorlage 2395/2011 4. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes Köln NordWest, Anlage 4 Teil 1

Link: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=28496&voselect=6134

 

Zitat: „Eine ÖPNV -Schienenanbindung lässt sich – wenn überhaupt – nur langfristig realisieren, ist
aber über eine Variantenuntersuchung angestoßen worden. Im Ergebnis kamen zwei, mögli-
cherweise auch drei Lösungen in die engere Wahl (siehe Planausschnitt 4):
Bereits detailliert untersucht wurden eine nordwestliche Trassenführung parallel der A 57 und eine süd-
westliche Trassenführung bis zur Zentrenmitte zwischen Esch und Auweiler, beide an den Ortsrändern gelegen.
Die bisher favorisierte Variante war die Trasse parallel zur A57 (Be-schluss der BV 6 vom11.05.06).
Allerdings zeigte das Gutachten, dass die bisher untersuchten Varianten keine Stadtbahnwürdigkeit aufwiesen und die Realisierbarkeit finanziell kaum darzustellen ist. Darüber hinaus ist durch den Trassenausbau in Ossendorf und bedingt durch verschiedene Grundstückssituationen die westliche Linienführung nicht bzw. nur durch Umwege zu realisieren. Im Sinne einer langfristigen Trassensicherung bzw. Freihaltung von Grundstücken sollten alle drei unten dargestellten Trassen im FNP-Anlageplan „ÖPNV-Strecken“ langfristig gesichert werden. Insbesondere sollte die ortszentrale Trassenführung durch Pesch und Esch weiter im Verfahren (s. gestrichelte Linie im Planausschnitt 4) berücksichtigt werden“

 

Stadtbahntrassen

 

Eine Entscheidung, welche Trassenvariante es irgendwann mal in der Zukunft geben soll, gibt es zur Zeit nicht. s.u.

 

KVB Bahn Pesch

Quelle: http://www.kvb-koeln.de/dialogkampagne/linien_und_streckennetz/bahn.html

Favorisiert wird wohl mittlerweile die Anbindung von Pesch und Auweiler-Esch über die Verländerung der Stadtbahn Linie 3 , wenn man den Pressemeldungen folgt. Zu Zeit wird die Linie 3 gerade bis zum Görlinger Zentrum in Bocklemünd verlängert, aber auch das läuft nicht ohne Schwierigkeiten ab. Zur Zeit läuft das Planfeststellungsverfahren und man möchte in 2015 mit dem Ausbau beginnen.

Hier ein Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger: http://www.ksta.de/ehrenfeld/verkehr-in-koeln-die-verlaengerung-kvb-linie-3-verzoegert-sich-weiter,15187506,29035330.html

„Die Verlängerung KVB-Linie 3 verzögert sich weiter

Erstellt 13.11.2014

Derzeit endet die Linie am Ollenhauerring.Foto: Rösgen
Die seit Jahren geplante Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 in Köln-Bocklemünd hätte einen entscheidenden Schritt vorankommen können – ist aber von der Tagesordnung der Stadtratssitzung gestrichen worden. Die Bezirksvertretung hat Vorbehalte  Von Heribert Rösgen

Bocklemünd.

Der Ausbau der Schienenstrecke nach Bocklemünd-Mengenich verzögert sich weiter. Der für die heutige Sitzung des Kölner Stadtrates vorbereitete Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde zurückgezogen.

Es sollte – im nichtöffentlichen Teil der Sitzung – beschlossen werden, die Gleise der KVB-Linie 3 von der heutigen Endhaltestelle Ollenhauerring um rund 600 Meter bis zum Schumacherring zu verlängern. Bestandteil der Vorlage war auch die Vergabe der Rodungsarbeiten an der künftigen  Gleistrasse sowie der Bau einer Lärmschutzwand für die Wohnhäuser am Schumacherring. Der Verkehrsausschuss hatte dagegen keine Vorbehalte, wohl aber die Bezirksvertretung Ehrenfeld.

Fraglich ist daher, ob die notwendigen Rodungsarbeiten an der Militärringstraße zwischen Ollenhauerring und Buschweg noch in diesem Jahr beginnen können. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, hatte die Bezirksvertretung Ehrenfeld noch Fragen zu der Beschlussvorlage. Diese bezogen sich vor allem auf die Ausgaben zum Lärmschutz.  Weil jedoch in der jüngsten Sitzung des Stadtteilparlaments kein Vertreter der Stadtverwaltung anwesend war, der dazu Erläuterungen hätte geben können, folgten die Politiker dem Vorschlag nicht. Nun könnte das Thema erneut im Verkehrsausschuss diskutiert werden, der Anfang Dezember tagt. Der Stadtrat hat seine nächste Sitzung am 16. Dezember.“

Hier gibt es die Ratsvorlage 2557/2014: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=169349

Auch interessant ist der Artikel eines Bloggers. Quelle: http://www.texthilfe.de/tag/stadtbahnlinie-3

„Grenzen des Städte-Wachstums

Samstag, 12. September 2009

Die Verlängerung der Kölner Stadtbahnlinie 3 wird in Bocklemünd enden. Ein absehbares Ende einer langen Geschichte: Die vorläufige Endhaltestelle Ollenhauerring der Stadtbahnlinie 3 in Bocklemünd wird innerhalb der nächsten Jahre um eine Station verlängert, und zwar nach dem übereinstimmenden mehrheitlichen Willen der Bezirksvertretung Ehrenfeld und der Bevölkerung bis zum Schumacherring.

Seit Jahren endet die Kölner Stadtbahnlinie 3 vor Bocklemünd

Hintergrund: Ursprünglich war nach Gründung des Ortsteils eine Stadtbahn-Trasse über das Gewerbegebiet Ossendorf geplant, wobei von der Hugo-Eckener-Straße kommend der Militärring überquert und weiter der Ollenhauerring bis zum Ingendorfer Weg verfolgt werden sollte. Die stattdessen realisierte Alternative entlang der Militärringstraße sollte dann unterirdisch in das Görlinger Zentrum führen. Der entsprechende Planfeststellungsbeschluss landete nach einem Einspruch jedoch vor dem Oberverwaltungsgericht. Das entschied, dass die jetzige Haltestelle Ollenhauerring nicht Endhaltestelle bleiben dürfe.

Die unterirdische Streckenführung ist mittlerweile aber nicht mehr finanzierbar. Daraufhin haben die Stadt Köln und die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) neue Varianten entwickelt, die in mehreren öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und mit der Bevölkerung diskutiert wurden. Jetzt man sich darauf geeinigt, die Bahn parallel zur Militärringstraße zu führen und in Höhe der Freifläche der Gemeinschaftsgrundschule enden zu lassen. Dadurch wird mit etwa 1.000 zusätzlichen Fahrgästen pro Tag gerechnet.

Blick von der Fußgängerbrücke auf die Kreuzung Militärringstraße Ecke Ollenhauerring

Durch das auf dem Foto rechterhand gelegene Wäldchen soll die Verlängerung der Linie 3 verlaufen und nach einer Kurve hinter der Max-Ernst-Gesamtschule und einer Gemeinschaftsgrundschule enden. Für den dortigen Spielplatzverlust wird der Schule eine Ersatzfläche angeboten. Zudem sollen regelmäßig aufgetragene Schmierstoffe die Fahrgeräusche in der Kurve deutlich reduzieren. Die Betriebslautstärke soll nochmals verringert werden, indem die Endhaltestelle in Tieflage bei ebenerdigem Zugang der Fahrgäste gebaut wird.

Die Siedler-Interessengemeinschaft Bocklemünd sieht vor allem die Schüler der Gesamtschule als Gewinner: Anstatt von der jetzigen Endhaltestelle her regelmäßig bei Rot die Straßen zu überqueren und unbeleuchtete Abkürzungen durch Waldstücke zu benutzen, wobei immer wieder Gewaltdelikte und Diebstähle vorkommen, profitierten die Schüler vom  jetzt beschlossenen Vorschlag durch eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Die geplante Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 soll der Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler der Max-Ernst-Gesamtschule dienen.

Die Variante wird daher als beste der schlechten lösungen bezeichnet.  Die Baukosten betragen etwa 9,4 Millionen Euro, die jährlichen Unterhaltungskosten geschätzt 100.000 Euro und die Betriebskosten weitere 60.000 Euro im Jahr. Eine zusätzliche Variante von CDU und SPD sah vor, die Stadtbahn um Bocklemünd herumzuführen, um sie in ferner Zukunft nach Pesch und Esch/Auweiler zu verlängern (mein Wohnort). Die Baukosten hätten jedoch mehr als das Doppelte betragen und die  jährlichen Betriebskosten um fast das zehnfache gesteigert.

Allerdings rechnet die Stadt Köln bei einer nahezu stabilen Bevölkerungsentwicklung für die ganze Stadt mit einer Abnahme der Bevölkerung innerhalb von 20 Jahren in Pesch von knapp 7.900 auf 6.900 und in Esch/Auweiler von knapp 6.600 auf 6.100. Im selben Zeitraum soll die Zahl der Menschen im Alter von 80 Jahren und mehr in Pesch von 225 auf 700 steigen und in Esch/Aufweiler von 165 auf 400. Das stellt nicht nur den betriebswirtschaftlichen Nutzen einer nach dort zu verlängernden Stadtbahnlinie in Frage, sondern auch die Zukunft von Vororten wie diesen.“

 

Dazu passt auch ein Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger:

Link: http://www.ksta.de/koeln/bis-in-den-hohen-koelner-norden,15187530,13663536.html

„Bis in den hohen Kölner Norden

Erstellt 18.05.2006
Die Bezirksvertreter plädieren dafür, dass die Linie 5 bis nach Ossendorf, die Linie 3 bis nach Esch verlängert wird.

Ossendorf / Chorweiler – Eine Straßenbahn bis zum „Coloneum“ im Gewerbegebiet Ossendorf und eine U-Bahn bis ins Görlinger Zentrum in Bocklemünd wünschen sich die Ehrenfelder Bezirksvertreter. Diese Anliegen wollen sie im gemeinsamen Gespräch mit den Bezirksvertretungen Nippes und Chorweiler unterstreichen. Alle drei Stadtteilparlamente sind in die Beratungen zur Variantenuntersuchung für einen Stadtbahnanschluss der Vororte Ossendorf, Esch, Pesch und Auweiler eingebunden.

In Ehrenfeld haben die Politiker die Entscheidung darüber bei der vergangenen Sitzung zwar vertagt, weil sie erst Rücksprache mit den Kollegen der anderen Bezirke halten möchten. Aber es herrschte Einigkeit darüber, dass man der Verlängerung der Linie 5 über die derzeitige Endhaltestelle Ossendorf bis ins Gewerbegebiet Ossendorf mit dem Coloneum und dem geplanten Möbelhaus Ikea zustimmen will. Von dort aus soll jedoch kein weiterer Anschluss bis nach Esch erfolgen – eine Variante, die die Stadtverwaltung favorisiert hatte. Diese Strecke sollte entlang der Autobahn A 57 verlaufen. „Man würde damit aber nur ein paar Maulwurfshügel an der Autobahnböschung erschließen“, kritisierte CDU-Ratsherr Ralph Elster.

Nach den Vorstellungen der CDU soll die Linie 5 statt dessen vom Coloneum in Ossendorf bis zum Longericher Bahnhof geführt werden. Der Anschluss von Esch, Pesch und Auweiler soll dann über die Linie 3 erreicht werden. Von der jetzigen Endhaltestelle Ollenhauerring soll zunächst unterirdisch das Görlinger Zentrum in Bocklemünd / Mengenich angesteuert werden. Von dort aus soll der Schienenstrang bis an den Ortsrand von Esch gelegt werden. Auf diese Weise, so die Hoffnung der CDU, würden auch neue Kunden für die Geschäfte im Görlinger Zentrum gewonnen.

Um die Linie 3 dereist von Bocklemünd bis nach Esch verlängern zu können, solle dorthin ebenfalls eine Trasse freigehalten werden, betonte Jürgen Kircher, SPD-Fraktionsvorsitzender in Chorweiler. Neben der Stadtbahn-Erschließung von Esch, Pesch und Auweiler mit der Linie 3 hat das Stadtteilparlament des Nord-Bezirks bei seiner jüngsten Sitzung auch die Pläne zum Ausbau der Linie 5 einstimmig beschlossen. Dies jedoch mit einer gewissen Gleichgültigkeit, denn an eine tatsächliche Verlängerung der Strecken bis in ihren Bezirk glaubt das Gremium nicht. „Esch, Pesch und Auweiler werden nur vorgeschoben. Es geht doch ausschließlich darum, Ossendorf anzubinden“, mutmaßte CDU-Politikerin Käthe Reiff.

Nach wie vor ist völlig offen, wann überhaupt eine der Varianten verwirklicht wird. In den Anträgen geht es derzeit lediglich darum, die Trassen der künftigen Linien festzulegen, damit sie nicht anderweitig bebaut werden. Bei diesem Vorgang können die Bezirksvertretungen jedoch Anregungen zur Linienführung geben, sollten die Verlängerungen irgendwann tatsächlich in Angriff genommen werden.“

 

Kommentar: Ob es je eine Straßenbahn nach Auweiler-Esch geben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar. In der Zukunft gibt es zu viele ungewisse Parameter, die diese Entscheidung beinflussen werden.

Pro: für eine Erschließung spricht der großflächige Ausbau von Auweiler mit neuen Wohngebieten und der recht dürftige Bustakt der Linie 126

Kontra: gegen eine Erschließung gibt es die Aspekte Demografie, Finanzierung und Landschaftsschutz. Werden in der Zukunft wirklich genügend Menschen in Auweiler-Esch leben? Ist dies finanzierbar? Kann man eine Stadtbahntrasse durch das Erholungsgebiet Stöckheimer Hof (ein Landschaftsschutzgebiet) bauen?

 

Written by Chefredakteur

Dezember 12, 2014 at 10:55 am

Veröffentlicht in Stadtbahn Auweiler-Esch