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Umbruch der Bezirksvertretung Chorweiler steht bevor

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Mit den Kommunalwahlen im Mai 2014 steht ein Umbruch in der Bezirksvertretung Corweiler an, da die Bezirksbürgermeisterin nicht mehr zu Wahl antritt.

Aus den Kölner Stadtanzeiger:

Wittsack-Junge tritt nicht mehr an

Erstellt 12.01.2014

Cornelie Wittsack-Junge Foto: Michael Bause
Cornelie Wittsack-Junge zieht sich aus der Politik zurück. Die grüne Bürgermeisterin des Bezirks Chorweiler war nicht für den Rat nominiert worden. Nun fehle ihr eine weiterführende politische Perspektive.  Von Petra Wischgoll

Chorweiler.

Die grüne Bürgermeisterin des Bezirks Chorweiler Cornelie Wittsack-Junge beendet ihre kommunalpolitische Laufbahn.

Sie werde bei der Kommunalwahl im Mai nicht mehr antreten, sagte sie. Die Lokalpolitikerin wollte für den Rat kandidieren, wurde auf der Mitgliederversammlung der Grünen jedoch nicht für einen vorderen Listenplatz nominiert. Sie akzeptiere die Entscheidung, allerdings ergebe sich dadurch „für mich persönlich keine weiterführende politische Perspektive“, schreibt Wittsack Junge in einer Stellungnahme.

„Eine stärkere Orientierung der Kommunalpolitik auf die Außenbezirke ist bislang nicht gewollt und eine Beteiligung des Stadtbezirks Chorweiler an der Ratsfraktion in der kommenden Ratsperiode ist seitens der Partei nicht gewünscht“, heißt es weiter. „Aufbauend auf meiner Tätigkeit als Bezirksbürgermeisterin wäre dies für mich die adäquate Form gewesen, eine mehrkernige Stadtstruktur mit starken Stadtbezirken und deren Zentren voran zu bringen.“ Seit 2004 sei kein grünes Mitglied aus Chorweiler im Stadtrat vertreten.

Die Fraktionschefin der Grünen Barbara Moritz bedauert Wittsack-Junges Entscheidung. „Sie ist sehr engagiert, leistet gute Arbeit und setzt sich sehr für ihren Bezirk ein.“ Und genau da vermutet Moritz auch das Problem. „Bei ihrer Vorstellung auf der Mitgliederversammlung hat sie nur von Chorweiler gesprochen. Aber als Ratsmitglied wird erwartet, dass ich mit einem Thema kandidiere, dass die ganze Stadt betrifft. Es wurde auch nicht klar, wofür sie sonst steht.“

Link: http://www.ksta.de/chorweiler/-kommunalpolitik-wittsack-junge-tritt-nicht-mehr-an,15187566,25864656.html

Cornelie Wittsack-Junge Ein Eklat zum Abschied

Erstellt 14.01.2014
Cornelie Wittsack-Junge Foto: Michael Bause
Mehrere Legislaturperioden saß Cornelie Wittsack-Junge in der Bezirksvertretung. Jetzt zieht sie sich überraschend zurück aus der Politik. Alle Versuche, sie umzustimmen, scheiterten. Sie beklagt die fehlende Orientierung auf die Außenbezirke.  Von Petra Wischgoll

Chorweiler.

Kopfschütteln – aber auch Verständnis: Wenige Tage nach der Bekanntgabe, dass Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge von den Grünen ihre kommunalpolitische Karriere beendet, sind die Reaktionen der Bezirksvertreter von Chorweiler gemischt. In einem Schreiben hatte die Lokalpolitikerin verkündet, bei der im Mai anstehenden Kommunalwahl nicht mehr anzutreten. Als Grund nannte sie, dass eine stärkere Orientierung der Kommunalpolitik auf die Außenbezirke bislang nicht gewollt und eine Beteiligung des Stadtbezirks Chorweiler an der Ratsfraktion in der kommenden Periode seitens ihrer Partei nicht gewünscht sei. Daher sehe sie keine „weiterführende politische Perspektive“ und ziehe alle Kandidaturen zurück.

„Wir haben versucht, sie umzustimmen“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Wolfgang Kleinjans. „Für uns ist es ein herber Verlust, sie ist nahezu unersetzbar.“ Einen potenziellen Nachfolger gibt es derzeit nicht. Gerade mal 30 Mitglieder zählen die Grünen laut Kleinjans im Ortsverband Chorweiler. „Die Grünen werden eher in der Innenstadt, Nippes und Ehrenfeld gewählt“, ergänzt er.

Mehrere Legislaturperioden saß Wittsack-Junge für die Grünen in der Bezirksvertretung. 2009 wurde sie mit Hilfe der CDU zur Bezirksbürgermeisterin gewählt. Damals schlossen sich die Grünen – für viele überraschend – mit der Union zusammen, wodurch der bisherige Bezirksbürgermeister Jürgen Kircher (SPD) nicht zum Zug kam und Wittsack-Junge den Posten errang. Nun wollte die hauptberufliche Lehrerin einen Schritt weiter gehen und in den Rat einziehen, um sich so verstärkt für die Belange ihres Stadtbezirks einsetzen zu können. „Es ist notwendig, dass Chorweiler in der Ratsfraktion vertreten ist“, sagt sie.

Sitzung verlassen

Bei der Mitgliederversammlung der Grünen im Dezember bewarb sie sich für zwei vordere Listenplätze und scheiterte – was sie wohl überraschte. Wie aus Parteikreisen zu hören ist, habe sie anscheinend fest damit gerechnet, einen Platz zu bekommen. Als erkennbar wurde, dass sie keine Chance hatte, verließ sie die Sitzung. Zudem soll sie im Vorfeld angedeutet haben, bei einem Scheitern ihre politische Karriere zu beenden. Wittsack-Junge: „Ich akzeptiere die Entscheidung der Mitgliederversammlung. Aber ich kann doch beanspruchen, dass die Außenbezirke berücksichtigt werden.“ Ob sie einen Parteiaustritt erwägt, ließ sie offen.

Auch die CDU bedauert die Entscheidung der Bezirksbürgermeisterin. „ Es ist schade, dass sie aufhört“, sagt der Fraktionsvorsitzende Rainer Zöllner. „Die Zusammenarbeit war gut. Es wäre sicher möglich gewesen – aus unserer Sicht aber auch aus Wittsack-Junges Sicht –, weiter zusammen zu arbeiten.“ Zöllner ließ offen, ob seine Partei Wittsack-Junge bei einer erneuten Kandidatur zur Bezirksbürgermeisterin unterstützt hätte. Wovon die Grüne allerdings nicht ausgeht: „Das war 2009 eine einmalige Situation“. Auch das sei ein Grund gewesen, in die Ratsfraktion wechseln zu wollen.

Schlechte Zusammenarbeit

Michael Birkholz von der FDP kann die Entscheidung der Bezirksbürgermeisterin nachvollziehen. „Der Rat ignoriert Chorweiler“, klagt der Einzelmandatsträger. Die Zusammenarbeit zwischen Rat und Stadtteilparlament nennt er „äußerst mies“. „Ich kann verstehen, dass sie sauer ist.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Kircher hingegen kritisiert die Art, wie Wittsack-Junge ihre Entscheidung verkündet hat: „Ich hätte so ein Schreiben nie verfasst, sie hat damit alle Türen zugeschlagen.“ Ihren Abgang sieht er als „Chance für die Bezirksvertretung und die Grünen, frischen Wind reinzubekommen“. Und er legt nach: Sie hat es nicht in den Rat geschafft. So ist halt Politik.“ Dieter Wernig von den Linken bezeichnet Wittsack-Junges Verhalten als „Trotzreaktion“. Er schätze sie und ihre Arbeit, sie habe sich sehr energisch für den Bezirk eingesetzt, betont Wernig. „Aber dass sie jetzt völlig das Handtuch wirft, habe ich nicht verstanden.“

Link: http://www.ksta.de/chorweiler/cornelie-wittsack-junge-ein-eklat-zum-abschied,15187566,25887640.html

Kommentar:

mit Bedauern sehen wir, dass sich die Bezirksbürgermeisterin von Ihren Ämtern zurück zieht. Der Stadtbezirk Chorweiler verliert damit ein engagierte Politikerin mit großem Einsatz für unseren Stadtbezirk.  Es wird schwer sein, die Lücke zu schließen, die Sie hinterläßt.

Wir können Ihren Schritt aber durchaus nachvollziehen. Seitdem wir angefangen haben, die Lokalpolitik intensiver zu beobachten, war schnell zu bemerken, dass die Aussenbezirke der Stadt Köln vernachlässigt werden. Während im Innenstadtbereich Millionen für Prestigeobjekte locker gemacht werden, lässt man in Bezirken wie Chorweiler die grundlegende Infrastruktur verkommen. Für den Rat der Stadt Köln scheint die Stadt an der äußeren Kanalstraße bzw. Militärring zu enden. Es ist beispielhaft, dass bei allen unseren Besuchen der Bezirksvertretersitzungen in den letzten beiden Jahren, der Tisch für Ratsmitglieder leer blieb.

Wir haben großen Respekt vor unseren Bezirksvertretern, die ehrenamtlich viel Zeit für Ihren Bezirk investieren ohne große Gestaltungsmöglichkeiten zu besitzen.

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Written by Chefredakteur

Januar 20, 2014 um 3:01 pm

Veröffentlicht in Bezirksvertretung Chorweiler

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