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Ehemaliges FEGRO Gebäude in Pesch

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Hängepartie im Pescher Gewerbegebiet

Seit fast drei Jahren steht das ehemalige Fegro-Gebäude im Gewerbegebiet Pesch leer. Der benachbarte Praktiker-Markt hatte sein Interesse wegen der Insolvenz auf Eis gelegt. Bezirksvertreter ringen um eine sinnvolle Lösung für den Stadtteil.  Von Petra Wischgoll

Pesch.

Seit fast drei Jahren steht das ehemalige Fegro-Gebäude im Gewerbegebiet Pesch leer – das Großhandelsunternehmen zog damals nach Ossendorf. Eine sehr lange Zeit, finden zumindest die Bezirksvertreter aus Chorweiler. Sie fragen sich, wann dort endlich ein neuer Mieter einzieht und das brachliegende Grundstück nutzt – und vor allem, wer das sein könnte.

Erschwerend hinzu kommt die ungewisse Zukunft der Baumarktkette Praktiker, die eine Filiale direkt nebenan betreibt. Erst vor wenigen Wochen musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, 51 Zweigstellen sollen deutschlandweit bis Ende Oktober schließen. Darunter auch eine Verkaufsstelle in Köln-Porz. Pesch ist laut einer Liste, die das Unternehmen auf seiner Internetseite veröffentlichte, nicht betroffen: Das Haus bleibt weiterhin geöffnet. „Aber wer kann schon wissen, ob es dabei bleibt“, sagt der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtteilparlament, Jürgen Kircher. „Und dann wäre auch noch der wichtige Baumarkt im Kölner Norden weg.“

„Unsicher, wie es weiter geht“

Wie die Besitzerin des alten Fegro-Geländes mitteilt, die Indigo Invest Holding GmbH & Co. KG, ist dies auch das Problem des ungelösten Leerstands. Dem Düsseldorfer Unternehmen gehört der südöstliche Teil des Pescher Gewerbegebiets, auf dem sich auch der Praktiker-Markt befindet. Der sollte sich vergrößern und laut den ursprünglichen Plänen eigentlich auf das Fegro-Gelände ziehen. „Aber jetzt ist es unsicher, wie es dort weiter geht“, meint Nina Müller von Indigo-Invest.

Die Immobilien-Investmentgesellschaft sucht bereits nach potenziellen neuen Mietern. „Wir sondieren, es gibt einige Interessenten“, so Müller. „Mehr kann ich derzeit aber nicht sagen. Wir wissen auch noch nicht genau, in welche Richtung es geht.“ Bei Praktiker heißt es, man sei noch immer am Pescher Nachbargrundstück interessiert. „Der Standort ist nach wie vor interessant für uns, allerdings sind aufgrund der Insolvenz vorerst alle geplanten Projekte »on hold«“, teilt Pressesprecherin Simone Naujoks mit – die weitere Planung wird also erst einmal ausgesetzt.

Spielhallen und Bordelle verboten

Probleme könnte der bestehende Bebauungsplan des Areals bereiten. Der schreibt genau vor, welche Firmen auf dem rund 26 Hektar großen Gelände ein Geschäft eröffnen dürfen – und welche eben nicht. So ist Großhandel erlaubt. Einzelhandel wie Bäcker oder beispielsweise ein Geschäft für Lampen oder Möbel, die unmittelbar an den Endverbraucher verkaufen, nicht. Damit soll verhindert werden, dass Kunden vermehrt in Gewerbegebiete fahren statt in die Ortszentren.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Laut Plan dürfen Gartencenter, Baumärkte und der Kfz-Handel ihre Waren ebenso anbieten wie Geschäfte, die an eine Werkstatt gekoppelt sind und über eine Verkaufsfläche von maximal 200 Quadratmetern verfügen. Außerdem erlaubt sind Lebensmittel-Discounter ab einer Größe von 800 Quadratmetern. Die Neueröffnung von Spielhallen – und übrigens auch von Bordellen – ist im Pescher Gewerbegebiet generell verboten.

„Wir sind an den Bebauungsplan gebunden, daran müssen wir uns halten“, sagt Müller, „aber es gibt ja Interessenten für das ehemalige Fegro-Gelände.“ Das Pescher Gewerbegebiet ist rund 26 Hektar groß und zieht sich von der Escher Straße bis zum Chorweiler Zubringer hin. Neben dem Praktiker-Markt sind dort unter anderem eine Aldi-Filiale, eine ältere Spielhalle, ein Veranstaltungshaus und verschiedene weitere Unternehmen angesiedelt.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 30.8.2013

http://www.ksta.de/chorweiler/ehemaliges-fegro-gebaeude-haengepartie-im-pescher-gewerbegebiet,15187566,24152280.html

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Written by Chefredakteur

September 10, 2013 um 9:22 am

Veröffentlicht in Pressemeldungen

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