Auweiler-Esch Aktuell (ehemals NVZ)

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Archive for September 2013

Einzelhandels- und Zentrenkonzept von Bezirksvertretung abgelehnt

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Die Bezirksvertretung Chorweiler hat in Ihrer Sitzung am 26.9.2013 die Beschlussvorlage 3750/2010  zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept einstimmig in den Punkten 1. , 3. , 4.  (siehe unten) abgelehnt. Lediglich der Punkt 2. wurde beschlossen. (Punkte 1. – 4. siehe unten)

Für das geplante NVZ in Köln-Esch hat die Bezirksvertretung in einem weiteren Antrag einstimmig beschlossen, dass das NVZ in Köln-Esch aus der Beschlussvorlage 3750/2010 heraus genommen wird. Für Köln-Esch soll zunächst das Ergebnis der Regionalplanänderung abgewartet werden. Sollten im Regionalplan die Flächen für das NVZ freigegeben werden, soll eine Bürgerbefragung stattfinden. Erst danach will die Bezirksvertretung Chorweiler das Thema NVZ Köln-Esch neu beraten.

„Auszug aus Beschlussvorlage (3750/2010) einschl. Deckungsvorschlag, Alternative

1. (wurde abgelehnt)
Der Rat beschließt das Einzelhandels- und Zentrenkonzept (Anlage 1 – Langfassung) als städtebauliches Entwicklungskonzept nach § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB unter Berücksichtigung und Abwägung der Ergebnisse einer umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung. Beschlossen werden hiermit insbesondere die Zentren- und Standortstruktur, die Abgrenzungen der zentralen Versorgungsbereiche, die Steuerungs- und Ansiedlungsregeln sowie die Modifikation der Kölner Sortimentsliste.
Der Rat folgt damit auch den Empfehlungen der Projektgruppe Einzelhandelskonzept.
2. (wurde zugestimmt)
Zur Unterstützung der Umsetzung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes beauftragt der Rat die Verwaltung, einen Konsultationskreis unter Beteiligung der Interessenvertretungen des Einzelhandels einzurichten. Die Verwaltung wird beauftragt hierzu ein Konzept zu erarbeiten und dem Rat zum Beschluss vorzulegen.
3. (wurde abgelehnt)
Der Rat nimmt die im Teil B des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes enthaltenen Handlungsempfehlungen zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung die dargestellten Änderungen zu prüfen. Bei positivem Prüfergebnis erfolgt die Umsetzung im Rahmen der vorhandenen finanziellen und personellen Möglichkeiten. Zur konkreten Ausgestaltung, zur Finanzierung und zur zeitlichen Umsetzung von Einzelprojekten sind von den jeweils zuständigen Gremien Beschlüsse im Rahmen von Einzelvorlagen erforderlich.
4. (wurde abgelehnt)
Der Rat beauftragt die Verwaltung, ein Konzept für die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes zu erarbeiten und zum Beschluss vorzulegen.
Alternative: Keine Den heutigen rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend ist ein umfassender Schutz sowie die Stärkung zentraler Versorgungsbereiche ohne ein nach § 1 Absatz 6 Nr. 11 BauGB beschlossenes städtebauliches Entwicklungskonzept / Einzelhandelskonzept nicht durchsetzbar.“

Beschlussvorlage 3750/2010 Link: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=24439&voselect=10451

Beschlussprotokoll zur BV-Sitzung am 26.9.2013

Link: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/si0041.asp?__cwpnr=2&__cedat=0&__cadat=2455126&__cwp=1&__ctopic=gr&__kgrnr=25

Zitat aus den Beschlussprotokoll :

„9.2.2 Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 3750/2010
1.Beschluss:
Die Bezirksvertretung Chorweiler beschließt das Nahversorgungszentrum Esch aus der heutigen Beschlussvorlage herauszunehmen.

2.Beschluss
Die Punkte 1,3 und 4 der Beschlussvorlage werden von der Bezirksvertretung Chorweiler aus folgenden Gründen abgelehnt:
• Grundsätzlich halten wir die zugrundeliegenden Untersuchungsergebnisse in etlichen Bereichen für veraltet und nicht oder nicht mehr zutreffend, die konzipierten Nahversorgungszentren (NVZ) stimmen nicht immer mit der Realität in den Stadtteilen überein.

• Die im Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHZK) konstruierten NVZ stimmen nur in zwei Fällen (NVZ Chorweiler und Heimersdorf) – entsprechend den Erläuterungen zum Zentrenbegriff auf den S. 3 und 4 – mit den Gegebenheiten vor Ort überein.

• Bei den angenommenen NVZ Blumenberg und Merkenich gibt es jeweils einen Lebensmittelbetrieb ohne nennenswerten weiteren Einzelhandel. In Blumenberg entspricht dies den Planungen, in Merkenich hat sich diese Situation in den letzten Jahren ergeben.

• Das angenommene NVZ Worringen stellt zwar durchaus eine Art Mittelpunkt des öffentlichen Lebens dar, der Lebensmitteleinzelhandel ist jedoch über den gesamten Ort verteilt (s. Karte).

• Der Ort Pesch enthält keine zentralen öffentlichen Bereiche und der Lebensmitteleinzelhandel verteilt sich über mehrere Straßen (Donatus-, Longericher-, Mengenicher Str.), wobei der Vollversorger im westlichen Teil des Stadtteils angesiedelt ist.

• Die Rheindörfer Fühlingen und Lindweiler weisen keinerlei oder nur geringen stationären Einzelhandel auf.

• Es ist noch offen in welcher Form der Regionalrat über das NVZ Esch be-schließen wird. Aus diesem Grund kann bis zum endgültigen Beschluss des Regionalrates über das NVZ Esch in der BV 6 nicht entschieden werden. Die Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) BV 6 erwartet darüber hinaus, dass bei einem positiven Beschluss des Regio-nalrates die bereits beschlossene Bürgerbefragung in Esch / Auweiler zum NVZ vor einer weiteren Beschlussfassung in der BV 6 durchgeführt wird.

• Im EHZK wird die ländliche Struktur und die damit verbundenen weiten Entfernungen mit dem häufig unzureichenden ÖPNV-Angebot und dem daraus resultierenden Kaufverhalten zu wenig berücksichtigt.

• Die oft große räumliche Beengtheit in den Ortskernen sowie die oft engen Zulieferwege erschweren bzw. machen eine zentrale Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben unter sozialverträglichen Bedingungen unmöglich.
• Im Stadtbezirk 6 muss, um die Nahversorgung in allen Stadtteilen und für alle Bevölkerungsgruppen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen zu gewährleisten, im Einzelfall auch ein Sonderstandort für Lebensmitteleinzelhandel ermöglicht werden (z.B. Lindweiler).

• Um weite Wege und PKW-Fahrten in Nachbargemeinden wie Dormagen oder Leverkusen in Zukunft zu verhindern, muss ein entsprechend breites Sortiment ggf. auch auf einer erweiterten Ladenfläche ermöglicht werden. Eine Sortimentserweiterung kann nur erfolgen, wenn im Ladenlokal noch genügend Bewegungsfreiheit auch für Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer garantiert ist.

• Zu wenig berücksichtigt wird im EHZK auch, dass einige Stadtteile im Stadtbezirk 6 nicht historisch gewachsen sind, sondern sich häufig nur als Wohnstandorte ohne ausgewiesene Nahversorgung entwickelt haben. Der Stadtbezirk 6 verfügt nicht wie andere Kölner Bezirke über „eine sehr gut ausgeprägte, größtenteils historisch gewachsene Zentrenlandschaft“ (S. 3). In vielen Orten fehlen zudem Geschäftszentren, die „Mittelpunkte des öffentlichen Lebens, der Identifikation und der Kommunikation“ (S. 3) sind.
Zusammenfassend halten wir die vorgelegten Untersuchungen und vorgeschlagenen Handlungsstrategien für den Stadtbezirk 6 für nicht zielführend, da falsche Prämissen zugrunde gelegt werden und dadurch falsche Schlussfolgerungen gezogen werden.
Wir beantragen daher, dass unsere Einwände und Anregungen in das Konzept eingearbeitet werden, um auch die Nahversorgungssituation im Stadtbezirk 6 wohnortnah zu gewährleisten und eine Verbesserung der Nahversorgungs- und Einzelhandelssituation zu erreichen.

3. Beschluss
Zur Unterstützung der Umsetzung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes beauftragt der Rat die Verwaltung, einen Konsultationskreis unter Beteiligung der Interessenvertretungen des Einzelhandels einzurichten. Die Verwaltung wird beauftragt hierzu ein Konzept zu erarbeiten und dem Rat zum Beschluss vorzulegen.

Abstimmungsergebnis zum 1. Beschluss: Einstimmig beschlossen
Abstimmungsergebnis zum 2. Beschluss: Einstimmig beschlossen
Abstimmungsergebnis zum 3. Beschluss: Einstimmig beschlossen

Kommentar:

Ob es ein NVZ in Auweiler-Esch geben wird, hängt vom Ausgang der Regionalplanänderung ab. Danach von der in Aussicht gestellten Bürgerbefragung.

Wer sich für den Erhalt des Erholungsgebietes Stöckheimer Hof einsetzen möchte, sollte bereits jetzt bei der Bezirksregierung Köln seine Meinung äußern und auf die Bedeutung der Flächen um Auweiler für das Erholungsgebiet Stöckheimer Hof und den RegioGrün Korridor Nord hinweisen. (Erst neulich waren Sie wieder Rast- und Sammelplatz von Wildgänsen)

Die Adresse lautet:

Bezirksregierung Köln

Dezernat 32
Zeughausstraße 2-10
50667 Köln

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Written by Chefredakteur

September 30, 2013 at 8:31 am

Veröffentlicht in NVZ

Sitzung der Bezirksvertretung am 26.9.2013, Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln steht zur Abstimmung an

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Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler am Donnerstag, den 26.9.2013 um 17 Uhr im Bezirksrathaus Chorweiler

Tagesordnung: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0040.asp?__ksinr=10451

Tagesordnungspunkt 9.2.2. Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln

Link: http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=24439&voselect=10451

Hinter diesem unscheinbaren Titel verbirgt sich das umstrittene Nahversorgungszentrum zwischen Esch und Auweiler.

Auf der Sitzung der Bezirksvertretung am 26.9.2013 steht das Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln jetzt zur Abstimmung an.

In der Beschlussvorlage der Verwaltung ist das NVZ in Auweiler-Esch nach wie vor vorgesehen. Laut Anlage 11.6 ist das NVZ in Auweiler-Esch  von der Beschlussvorlage ausgeklammert und soll in einer Einzelvorlage beraten werden, wenn das Ergebnis der Regionalplanänderung feststeht.

Nichts desto trotz, wird mit der Zustimmung zum Einzelhandelskonzept ein weiterer Schritt zur Umsetzung der NVZ-Pläne für Auweiler-Esch vollzogen.

Anlage 11.4 Öffentlichkeitsbeteiligung Chorweiler – Niederschrift 8.12.2011

Anlage 11.5 Öffentlichkeitsbeteiligung Chorweiler – Bewertung der schriftlichen Eingaben

Anlage 11.5a Öffentlichkeitsbeteiligung Chorweiler- Schriftliche Eingaben

Anlage 11.6 Abschließende Bewertung der Öffentlichkeitsbeteiligung Bezirk Chorweiler

Kommentar:

Wir haben bereits davon berichtet und kommentiert.

Siehe hier

https://nvzkoelnesch.wordpress.com/2013/07/08/kommentar-bewertung-der-burgereingaben-zum-nvz-durch-die-stadt-koln

Written by Chefredakteur

September 25, 2013 at 9:28 am

Veröffentlicht in NVZ

Ehemaliges FEGRO Gebäude in Pesch

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Hängepartie im Pescher Gewerbegebiet

Seit fast drei Jahren steht das ehemalige Fegro-Gebäude im Gewerbegebiet Pesch leer. Der benachbarte Praktiker-Markt hatte sein Interesse wegen der Insolvenz auf Eis gelegt. Bezirksvertreter ringen um eine sinnvolle Lösung für den Stadtteil.  Von Petra Wischgoll

Pesch.

Seit fast drei Jahren steht das ehemalige Fegro-Gebäude im Gewerbegebiet Pesch leer – das Großhandelsunternehmen zog damals nach Ossendorf. Eine sehr lange Zeit, finden zumindest die Bezirksvertreter aus Chorweiler. Sie fragen sich, wann dort endlich ein neuer Mieter einzieht und das brachliegende Grundstück nutzt – und vor allem, wer das sein könnte.

Erschwerend hinzu kommt die ungewisse Zukunft der Baumarktkette Praktiker, die eine Filiale direkt nebenan betreibt. Erst vor wenigen Wochen musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, 51 Zweigstellen sollen deutschlandweit bis Ende Oktober schließen. Darunter auch eine Verkaufsstelle in Köln-Porz. Pesch ist laut einer Liste, die das Unternehmen auf seiner Internetseite veröffentlichte, nicht betroffen: Das Haus bleibt weiterhin geöffnet. „Aber wer kann schon wissen, ob es dabei bleibt“, sagt der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtteilparlament, Jürgen Kircher. „Und dann wäre auch noch der wichtige Baumarkt im Kölner Norden weg.“

„Unsicher, wie es weiter geht“

Wie die Besitzerin des alten Fegro-Geländes mitteilt, die Indigo Invest Holding GmbH & Co. KG, ist dies auch das Problem des ungelösten Leerstands. Dem Düsseldorfer Unternehmen gehört der südöstliche Teil des Pescher Gewerbegebiets, auf dem sich auch der Praktiker-Markt befindet. Der sollte sich vergrößern und laut den ursprünglichen Plänen eigentlich auf das Fegro-Gelände ziehen. „Aber jetzt ist es unsicher, wie es dort weiter geht“, meint Nina Müller von Indigo-Invest.

Die Immobilien-Investmentgesellschaft sucht bereits nach potenziellen neuen Mietern. „Wir sondieren, es gibt einige Interessenten“, so Müller. „Mehr kann ich derzeit aber nicht sagen. Wir wissen auch noch nicht genau, in welche Richtung es geht.“ Bei Praktiker heißt es, man sei noch immer am Pescher Nachbargrundstück interessiert. „Der Standort ist nach wie vor interessant für uns, allerdings sind aufgrund der Insolvenz vorerst alle geplanten Projekte »on hold«“, teilt Pressesprecherin Simone Naujoks mit – die weitere Planung wird also erst einmal ausgesetzt.

Spielhallen und Bordelle verboten

Probleme könnte der bestehende Bebauungsplan des Areals bereiten. Der schreibt genau vor, welche Firmen auf dem rund 26 Hektar großen Gelände ein Geschäft eröffnen dürfen – und welche eben nicht. So ist Großhandel erlaubt. Einzelhandel wie Bäcker oder beispielsweise ein Geschäft für Lampen oder Möbel, die unmittelbar an den Endverbraucher verkaufen, nicht. Damit soll verhindert werden, dass Kunden vermehrt in Gewerbegebiete fahren statt in die Ortszentren.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Laut Plan dürfen Gartencenter, Baumärkte und der Kfz-Handel ihre Waren ebenso anbieten wie Geschäfte, die an eine Werkstatt gekoppelt sind und über eine Verkaufsfläche von maximal 200 Quadratmetern verfügen. Außerdem erlaubt sind Lebensmittel-Discounter ab einer Größe von 800 Quadratmetern. Die Neueröffnung von Spielhallen – und übrigens auch von Bordellen – ist im Pescher Gewerbegebiet generell verboten.

„Wir sind an den Bebauungsplan gebunden, daran müssen wir uns halten“, sagt Müller, „aber es gibt ja Interessenten für das ehemalige Fegro-Gelände.“ Das Pescher Gewerbegebiet ist rund 26 Hektar groß und zieht sich von der Escher Straße bis zum Chorweiler Zubringer hin. Neben dem Praktiker-Markt sind dort unter anderem eine Aldi-Filiale, eine ältere Spielhalle, ein Veranstaltungshaus und verschiedene weitere Unternehmen angesiedelt.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 30.8.2013

http://www.ksta.de/chorweiler/ehemaliges-fegro-gebaeude-haengepartie-im-pescher-gewerbegebiet,15187566,24152280.html

Written by Chefredakteur

September 10, 2013 at 9:22 am

Veröffentlicht in Pressemeldungen