Auweiler-Esch Aktuell (ehemals NVZ)

Informationen zu Auweiler-Esch

BUND jetzt Partner der Interessengemeinschaft

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Hallo,

wir freuen uns, dass wir den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) als Partner gewinnen konnten.

Mit den Experten vom BUND haben wir nun kompetente Berater in Fragen des Artenschutzes

zu Tieren und Pflanzen, die uns bei unseren Bemühungen unterstützen werden.

Hier gehts zum BUND Köln:

http://www.bund-köln.de/

http://www.bund-köln.de/themen_und_projekte/landschaftsplan_koeln/

Stellungnahme des BUND Köln zur geplanten
Fortschreibung des Landschaftsplans der Stadt Köln
In der Vorlage Nr. 3693 / 2010 für den Ausschuss für Umwelt und Grün und den
Landschaftsbeirat teilt die Verwaltung ihre Absicht mit, den Landschaftsplan der
Stadt Köln fortzuschreiben.
Die Kölner Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
erachtet es grundsätzlich als sinnvoll, den bestehenden Landschaftsplan redaktionell
zu aktualisieren, ihn an veränderte rechtliche Rahmenbedingungen anzupassen und
in diesem Zuge auch inhaltlich fortzuschreiben. Oberstes Ziel hierbei muss es sein,
den Natur- und Landschaftsschutz in Köln dauerhaft zu stärken. Ob die in der
Vorlage dargelegten Maßnahmen hierfür ausreichen bzw. sie allesamt geeignet sind,
dieses Ziel zu erreichen, erscheint in einigen Punkten diskussionswürdig.
Im Einzelnen:
Der BUND Köln begrüßt eine redaktionelle Überarbeitung des Landschaftsplans und
insbesondere der Festsetzungskarte. Die Anpassung an geänderte rechtliche
Vorgaben, die Schaffung von mehr Rechtssicherheit im Falle zu unklarer
Formulierungen und eine „Harmonisierung“ von Landschaftsplan und
Grünflächenordnung erscheinen ebenfalls geboten. Das Vorgehen sollte sich dabei
jedoch nicht auf eine rein technische Umsetzung beschränken, sondern mit einer
Auswertung der Entwicklung der letzten 20 Jahre verbunden werden. So ist davon
auszugehen, dass eine Gegenüberstellung der ursprünglich ausgewiesenen
Schutzgebiete mit der Ist-Situation deutlich macht, in welch großem Umfang seit der
Aufstellung des Landschaftsplans insbesondere der Landschaftsschutz
unwiderruflich an Fläche verloren hat.
Wir regen daher an, die redaktionelle Überarbeitung zum Anlass für einen
selbstkritischen Rückblick zu nehmen und u.a. darzustellen, welche Hauptursachen
und zu welchen Anteilen zu dem Verlust beigetragen haben. Es gilt offen und ehrlich
darzulegen: Welches waren bzw. sind aus der Erfahrung von 20 Jahren die Stärken
des Kölner Landschaftsplanes, wo bestehen Schwächen und erweist sich das
Instrument ‚Landschaftsplan’ in der Praxis als ‚stumpfes Schwert’?
Mit Blick in die Zukunft ist festzuhalten, dass sich Natur- und Landschaftsschutz nicht
beliebig auf einen immer kleineren Raum verdichten lässt. Gerade wegen des
Verlustes von Freiflächen und Schutzgebieten in den zurückliegenden Jahren bedarf
es künftig eines besonderen Schutzes der verbliebenen Flächen. Während einmal
gebaute Gewerbe-, Industrie- und Wohngebiete sowie Verkehrsflächen dauerhaft
einen starken Bestandsschutz genießen, werden Landschaftsschutzgebiete in Köln
immer wieder als potentielle Flächenreserve missverstanden. Der Trend der letzten
beiden Jahrzehnte darf nicht einem Automatismus folgend weiter hingenommen
werden. Wichtiges Kriterium für eine Fortentwicklung des Kölner Landschaftsplans ist
daher eine deutlich verbesserte Bestandssicherheit der bestehenden Schutzgebiete
aller Kategorien.
Die Qualität des Landschaftsplanes drückt sich nicht allein in Anzahl und Umfang der
Schutzgebietsflächen aus, sondern spiegelt sich auch im Katalog der Ge- und
Verbote sowie der Ausnahmeregelungen wider. Vor diesem Hintergrund befremdet
es, dass gemäß Verwaltungsvorlage beabsichtigt ist, unter Verweis auf den
gestiegenen Freizeitdruck einzelne LSGs wie die Groov , Rheingarten oder den
Fühlinger See künftig aus dem Landschaftsschutz herauszunehmen. Gleiches gilt für
das Ansinnen der Verwaltung, den Katalog der Ausnahmeregelungen zu erweitern.
Aus Sicht des BUND Köln bedarf es vielmehr des genau umgekehrten Ansatzes:
Gerade weil der Freizeitdruck stark gewachsen ist, bedarf es einer Stärkung des
Landschaftsschutzes und verstärkten Bemühungen, die konkurrierenden Belange
miteinander in Einklang zu bringen.
Eine Reduzierung von Landschaftsschutzgebieten und eine Aufweichung von
Standards wären ein fatales Signal für den Natur- und Landschaftsschutz in
Köln. Dem widersprechen wir!
Ebenfalls befremdlich und nicht hinnehmbar ist für uns die angestrebte
Beschneidung von Mitwirkungs- bzw. Entscheidungsrechten von
Landschaftsbeirat und Umweltausschuss im Zusammenhang mit
landschaftsrechtlichen Befreiungsverfahren. Die langjährigen Erfahrungen der Arbeit
des Kölner Landschaftsbeirats zeigen, dass in den meisten Fällen nach ausgiebiger
Beratung gute Lösungen gefunden werden. Basis hierfür sind die vielfältigen Fachund
Ortskenntnisse der Beiratsmitglieder, die sie in rein ehrenamtlicher Tätigkeit
einbringen. Nur in einer Minderheit von Fällen kommt es in der Praxis zu einer
Versagung von Befreiungen und gelangen diese Vorhaben damit zur Beratung in den
Ausschuss für Umwelt und Grün. Die geplante Nicht-Beteiligung in bestimmten
Fällen mag der Verwaltung Arbeitsaufwand ersparen, einer notwendigen Stärkung
des Natur- und Landschaftsschutzes im Kölner Stadtgebietes dienen sie nicht!

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Written by Chefredakteur

Januar 16, 2012 um 7:44 pm

Veröffentlicht in Pressemeldungen

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