Auweiler-Esch Aktuell (ehemals NVZ)

Informationen zu Auweiler-Esch

Archive for Januar 2012

Neuer Flächennutzungsplan für Köln Esch/Auweiler ist bereits beschlossen

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Hallo,

schlechte Neuigkeiten für den Erhalt des Erholungsgebietes Stöckheimer Hof zwischen Esch und Auweiler.

Hier ist der neue Flächennutzzungsplan für Köln Esch-Auweiler.

Download Link: Flächennutzzungsplan

Download Link: Flächennutzzungsplan mit Autobahnanschlusstelle Chorweiler

Es wird nicht nur ein NVZ geplant. Rund um Auweiler sind große neue Baugebiete auf dem Gelände des Erholungsbebietes zu sehen.  Auweiler wird sich in der Größe verdoppeln, wenn das alles kommt. Die Autobahnanschlusstelle Chorweiler soll zum Vollanschluss  in beide Richtungen ausgebaut werden.

Dieser neue Flächennutzungsplan ist breits vom Rat der Stadt Köln beschlossen worden. ( am 24.11.2011)

Die Offenlage für die Bürgerbeteiligung war vom 26.04.2011 bis 25.05.2011.
Leider haben die lokalen Netzwerke versagt. Es wurde in Esch-Auweiler nicht darüber gesprochen.  Schade!
Eine erste Offenlage gab es wohl auch schon vorher. Wir hätten uns frühzeitig eine Informationsveranstaltung in Esch-Auweiler gewünscht.

Zitat aus diesem Link (Quelle): http://www.stadt-koeln.de/4/stadtplanung/flaechennutzungsplan/07966/

„4. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes

Feststellung der 4. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes in den Stadtbezirken 3, Lindenthal, und 6, Chorweiler durch den Rat.

Die erneute Offenlage des Entwurfs der 4. Flächennutzungsplan-Fortschreibung mit Begründung erfolgte in der Zeit vom 26. April bis 25. Mai 2011 beim Stadtplanungsamt (Stadthaus), Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln.

Nach Beratungen in den Bezirksvertretungen und den Fachausschüssen erfolgte der Feststellungsbeschluss durch den Rat am 24. November 2011. Die Änderung liegt nun der Bezirksregierung zur Genehmigung vor.

Das Plangebiet umfasst das gesamte Gebiet des Stadtbezirks 6, Chorweiler und große Teilräume des Gebietes von Stadtbezirk 3, Lindenthal. Hierzu gehört das Gebiet zwischen der Militärringstraße im Osten, der Stadtgrenze im Westen, der Venloer Straße im Norden und der Luxemburger Straße im Süden.
Der Arbeitstitel lautet: 4. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes Köln NordWest

Ziel der 4. Fortschreibung ist eine zukunftsorientierte Neustrukturierung und Anpassung der Flächennutzungen an die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung in den vorgenannten Stadtbezirken unter Berücksichtigung der voraussehbaren Bedürfnisse der Gemeinde.

Während der erneuten Offenlage wurden folgende Bereiche erneut diskutiert:

Gesamter Planbereich:

  • Überarbeitete Nutzungsdarstellung des gesamten Freiraumes außerhalb der Siedlungsbereiche

Stadtbezirk 3 Lindenthal:

  • Darstellung eines „Sondergebietes Golfplatz“ in Widdersdorf
  • Reduzierung der Baufläche und Darstellung als Grünfläche im Bereich Stadtbahnhaltestelle Aachener Str./Stadion in Müngersdorf
  • Umwandlung ehemaliger RTL-Flächen von Kerngebiet MK in gemischte Baufläche M in Junkersdorf
  • Reduzierung der Sonderbaufläche SO im Bereich Stadion
  • Reduzierung der Wohnbaufläche Ludwig-Jahn-Straße um 1/3 in Junkersdorf
  • Rücknahme der Wohnbaufläche Wiener Weg / Erich-Deuser-Straße in Junkersdorf
  • Rücknahme des Sondergebietes SO im Bereich Ignystraße in Weiden

Stadtbezirk 6 Chorweiler:

  • Reduzierte Darstellung der „Sonderbaufläche Biogasanlage“ in Roggendorf/Thenhoven
  • Neudarstellung einer Wohnbaufläche an der Komarer Straße in Merkenich
  • Neudarstellung einer Wohnbauflächenarrondierung am Nordrand von Rheinkassel
  • Darstellung einer Jugendeinrichtung in Pesch
  • Textliche Darstellung der Sehenswürdigkeiten in Rheinkassel

Hinweis: Es wurde eine Umweltprüfung gemäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch durchgeführt. Es sind folgende Arten umweltbezogener Informationen verfügbar: Interkommunale Integrierte Raumanalyse mit Themenkarten, Thermal-, Klimatoptypen-, Biotoptypen- und Bodenkarten.

Beschluss des Rates:

Beschlussvorlage und Begründung 

Der Rat stellte am 24. November 2011 die 4. Fortschreibung des FNP Köln NordWest mit der gemäß § 5 Absatz 5 Baugesetzbuch (BauGB) in Verbindung mit § 2a BauGB als Anlage 4 beigefügten Begründung inklusive Umweltbericht fest.

Auskunft erteilt: Stadtplanungsamt: Adresse und Öffnungszeiten  Telefon 0221 / 221-23556, Zimmer 09.C 27″

Zitat Ende

Quellen:

http://www.stadt-koeln.de/4/stadtplanung/flaechennutzungsplan/07966/

Beschlussvorlage und Begründung vom Rat der Stadt Köln:  2395/2011  vom 8.11.2011

http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=28496&voselect=6134

Die Änderungen sind übrigens schon seit 2008/2009 in der Planung.
z.Bsp. Beschlussvorlage vom Rat der Stadt Köln:  1063/2009  vom 8.11.2011

http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=16513&voselect=2575

Kommentar:

Den Masterplan Grün aus dem gleichen Zeitraum kann man für Esch/Auweiler
böswillig auch als Verschleierungstaktik der wahren Pläne zur Versilberung
von Ackerland betrachten. Übrigens hat der Kölner Stadtanzeiger dieser Tage gerade erst von einer sich abzeichnenden Immobilienblase in Köln berichtet.

Der Masterplan Grün der Stadt Köln und die schönen Info Tafeln am Escher See sind wohl damit für Esch/Auweiler hinfällig. Im neuen Flächennutzungsplan ist der komplette Streifen zwischen und Esch und Auweiler keine Grünfläche mehr. (Auch die Bereiche, die nicht für das NVZ vorgesehen sind)

Dabei wurden gerade erst die Schilder aufgestellt, die das Gelände als Park darstellen.

Written by Chefredakteur

Januar 29, 2012 at 10:46 pm

Veröffentlicht in NVZ, Pressemeldungen, Was ist geplant?

öffentlicher Brief an die Stadt Köln

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Hallo,

die IG NVZ Köln Esch-Auweiler hat den folgenden offenen Brief zusammen mit unserem Flugblatt an die Stadt Köln, den Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen gesendet. Wir warten nun auf Stellungnahmen.

——– Original-Nachricht ——–

Message-ID: <4F1F08DD.8050601@gmx.de>
Date: Tue, 24 Jan 2012 20:39:09 +0100
From: IG NVZ Esch Auweiler <nvz-esch-auweiler@gmx.de>
Reply-To: nvz-esch-auweiler@gmx.de
User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 5.1; rv:6.0) Gecko/20110812 Thunderbird/6.0
MIME-Version: 1.0
To: geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt-koeln.de, oberbuergermeister@stadt-koeln.de
CC: holger.sticht@bund.net, Landschaftsbeirat@stadt-koeln.de, marc.hoehmann@stadt-Koeln.de, cdu-fraktion@stadt-koeln.de, gruene-fraktion@stadt-koeln.de, spd-fraktion@stadt-koeln.de, fdp-fraktion@stadt-koeln.de, dielinke.koeln@stadt-koeln.de, seniorenvertretung@stadt-koeln.de, horstengel@t-online.de, bund.koeln@bund.net, joachim.bauer@stadt-koeln.de, heinz.geusen@rhein-erft-kreis.de, cornelie.wittsack-junge@stadt-koeln.de
Subject: öffentliche Beschwerde gegen das geplante Nahversorgungszentrum Köln Esch-Auweiler
References: <4F167D2F.6030504@gmx.de> <4F16D7B9.6000501@gmx.de> <4F17D3CC.4040207@gmx.de>
In-Reply-To: <4F17D3CC.4040207@gmx.de>
Content-Type: multipart/mixed; boundary=“————000602000804070505050907″

Sehr geehrter Herr Dr. Roters,
Sehr geehrte Mitglieder des Zweckverbandes Stöckheimer Hof,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit erhebt die Interessengemeinschaft NVZ Esch-Auweiler Beschwerde
gemäß § 24 der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen
gegen das im Rahmen des Einzelhandelskonzeptes für Köln geplante Nahversorgungszentrum
in Köln Esch-Auweiler auf dem Gelände des Erholungsgebietes Stöckheimer Hof.

Die Stadt Köln plant ein Nahversorgungszentrum auf dem Feld zwischen Esch und Auweiler.
Die genaue Stelle ist auf der Seite des Escher Sees gegenüber vom Sportplatz neben dem Randkanal.

Geplant ist ein Nahversorgungszentrum (NVZ) mit Gütern des täglichen Bedarfs. Dazu gehören Lebensmittel,
Drogeriewaren, Zeitungen und Schnittblumen. Einfacher ausgedrückt, ein Supermarkt und ein paar Geschäfte drum herum.Wir, die Bewohner von Esch und Auweiler, sehen unsere Versorgung als ausreichend an und kämpfen dafür,
dass dieses Projekt eingestellt wird; zumal es sich um einen höchst problematischen Standort – aus Sicht des Landschaftsschutzes – handelt,
da er im Erholungsgebiet Stöckheimer Hof liegt. Betroffene Anwohner haben uns von Eulen, Feldhasen und Fledermäusen berichtet,
die dieses Gebiet unmittelbar neben dem Landschaftschutzgebiet Escher See regelmäßig besuchen.Seit 2008 wird im Rahmen der Regionale 2010/RegioGrün-Projekte für das Erholungsgebiet Stöckheimer Hof
an dieser Stelle sogar ein Park geplant. Ersten Investitionen in das Projekt verdanken wir u.a. auch
Ackerrandbepflanzungen, Aussichtsplattformen und Info-Tafeln am Escher See.

Jetzt sind diese Pläne anscheinend nur noch Makulatur und werden wirtschaftlichen Interessen geopfert!

–       Das Nahversorgungszentrum liegt im Naherholungsgebiet!–       Die Fläche zwischen Esch und Auweiler ist eine Frischluftschneise für den Kölner Norden!

–       Warum eine zusätzliche Versorgung bei prognostiziertem Bevölkerungsrückgang?

–       Die neue Infrastruktur wird die vorhandene Infrastruktur zerstören!

–       Warum sollte ein zusätzlicher Supermarkt in Esch/Auweiler bestehen?

–       Die Verkehrsanbindung des NVZ ist problematisch

–       Der Versuch Infrastruktur in Auweiler zu etablieren ist bisher immer gescheitert
Die ausführliche Argumentation, warum wir ein Nahversorgungszentrum an dieser Stelle ablehnen,
können Sie dem beigefügten Flugblatt entnehmen. Alternativ gibt es auch unseren Blog im Internet

https://nvzkoelnesch.wordpress.com

Als Bürger von Esch-Auweiler haben wir uns bewusst für einen Wohnort mit ländlichem Charakter entschieden und
nehmen dafür auch längere Wege in Kauf und lehnen einen Supermarkt im Naherholungsgebiet ab.
Das Nahversorgungskonzept ist für eine Großstadt mit dichter Besiedlung geschrieben und passt nicht zu
einem ländlichen Gebiet wie Esch-Auweiler.

Gerne würden wir auch mit Herrn Dr. Roters persönlich im Rahmen der Bürgersprechstunde dieses für Esch/Auweiler
heikle Thema diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen

IG NVZ Köln Esch Auweiler

Written by Chefredakteur

Januar 26, 2012 at 12:14 pm

Veröffentlicht in Pressemeldungen

Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler am 26.01.2012, NVZ steht nicht auf der Tagesordnung

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Hallo,

das Thema Nahversorgungskonzept steht nicht auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung der

Bezirksvertretung Chorweiler am Donnertstag, den 26.01.2012.

Es gibt daher aktuell keine neuen Informationen zum Thema NVZ

 

Written by Chefredakteur

Januar 24, 2012 at 7:50 pm

Veröffentlicht in Bezirksvertretung Chorweiler

Neujahrsempfang der CDU am 22.1.2012, Erörterung des NVZ fällt aus

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Hallo,

leider ist der Artikel des Kölner Wochenspiegel vom Mittwoch falsch.

Die Erörterung des NVZ am Sonntag den 22.1.2012 entfällt ersatzlos.

Die Bezirksbürgermeisterin Frau Cornelie Witttsack-Junge wird auch nicht anwesend sein.

Es wird nur eine zwanglose Zusammenkunft der CDU zu einem Glas Kölsch geben.

Wir entschuldigen uns , dass wir diese fehlerhafte Meldung des Kölner Wochenspiegels ungeprüft weitergegeben haben.

Written by Chefredakteur

Januar 20, 2012 at 4:11 pm

Veröffentlicht in Pressemeldungen

Neujahrsempfang der CDU am Sonntag, den 22.1.2012 , NVZ auf der Agenda

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Hallo,

Frau Ira Sommer (CDU Esch-Pesch-Auweiler) veranstaltet am Sonntag, den 22.1. 2012
um 11 Uhr einen Neujahrsempfang in der Pausenhalle der Grundschule Martinusstraße zu dem am
Mittwoch, den 18.1. im Kölner Wochenspiegel eingeladen wurde. (Link: Orginal Artikel  )

An diesem Tag ist die Bezirksbürgermeisterin Frau Cornelie-Wittsack Junge
Ehrengast und auch andere Politiker werden sicherlich vor Ort sein.

Das Thema NVZ wird ausdrücklich als Diskussionspunkt erwähnt.

Dies ist sicherlich eine gute Gelegenheit sich zu informieren und seine Meinung gegenüber unseren Lokalpolitikern zu äußern.
Also, eigentlich ein Pflichttermin für alle Gegner den NVZ. Ich denke, dies ist auch ein Test,
um die Stimmungslage in Esch/Auweiler zu erkunden. Wenn nur ein paar Leute auftauchen,
wird das Thema in den Akten verschwinden.

Wenn ich den Artikel richtig verstehe, dürfen alle Bürger von Esch/Auweiler/Pesch
dort hinkommen. Sonntag, 22.1.2012 ab 11 Uhr

Written by Chefredakteur

Januar 19, 2012 at 8:43 am

Veröffentlicht in Pressemeldungen

BUND jetzt Partner der Interessengemeinschaft

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Hallo,

wir freuen uns, dass wir den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) als Partner gewinnen konnten.

Mit den Experten vom BUND haben wir nun kompetente Berater in Fragen des Artenschutzes

zu Tieren und Pflanzen, die uns bei unseren Bemühungen unterstützen werden.

Hier gehts zum BUND Köln:

http://www.bund-köln.de/

http://www.bund-köln.de/themen_und_projekte/landschaftsplan_koeln/

Stellungnahme des BUND Köln zur geplanten
Fortschreibung des Landschaftsplans der Stadt Köln
In der Vorlage Nr. 3693 / 2010 für den Ausschuss für Umwelt und Grün und den
Landschaftsbeirat teilt die Verwaltung ihre Absicht mit, den Landschaftsplan der
Stadt Köln fortzuschreiben.
Die Kölner Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
erachtet es grundsätzlich als sinnvoll, den bestehenden Landschaftsplan redaktionell
zu aktualisieren, ihn an veränderte rechtliche Rahmenbedingungen anzupassen und
in diesem Zuge auch inhaltlich fortzuschreiben. Oberstes Ziel hierbei muss es sein,
den Natur- und Landschaftsschutz in Köln dauerhaft zu stärken. Ob die in der
Vorlage dargelegten Maßnahmen hierfür ausreichen bzw. sie allesamt geeignet sind,
dieses Ziel zu erreichen, erscheint in einigen Punkten diskussionswürdig.
Im Einzelnen:
Der BUND Köln begrüßt eine redaktionelle Überarbeitung des Landschaftsplans und
insbesondere der Festsetzungskarte. Die Anpassung an geänderte rechtliche
Vorgaben, die Schaffung von mehr Rechtssicherheit im Falle zu unklarer
Formulierungen und eine „Harmonisierung“ von Landschaftsplan und
Grünflächenordnung erscheinen ebenfalls geboten. Das Vorgehen sollte sich dabei
jedoch nicht auf eine rein technische Umsetzung beschränken, sondern mit einer
Auswertung der Entwicklung der letzten 20 Jahre verbunden werden. So ist davon
auszugehen, dass eine Gegenüberstellung der ursprünglich ausgewiesenen
Schutzgebiete mit der Ist-Situation deutlich macht, in welch großem Umfang seit der
Aufstellung des Landschaftsplans insbesondere der Landschaftsschutz
unwiderruflich an Fläche verloren hat.
Wir regen daher an, die redaktionelle Überarbeitung zum Anlass für einen
selbstkritischen Rückblick zu nehmen und u.a. darzustellen, welche Hauptursachen
und zu welchen Anteilen zu dem Verlust beigetragen haben. Es gilt offen und ehrlich
darzulegen: Welches waren bzw. sind aus der Erfahrung von 20 Jahren die Stärken
des Kölner Landschaftsplanes, wo bestehen Schwächen und erweist sich das
Instrument ‚Landschaftsplan’ in der Praxis als ‚stumpfes Schwert’?
Mit Blick in die Zukunft ist festzuhalten, dass sich Natur- und Landschaftsschutz nicht
beliebig auf einen immer kleineren Raum verdichten lässt. Gerade wegen des
Verlustes von Freiflächen und Schutzgebieten in den zurückliegenden Jahren bedarf
es künftig eines besonderen Schutzes der verbliebenen Flächen. Während einmal
gebaute Gewerbe-, Industrie- und Wohngebiete sowie Verkehrsflächen dauerhaft
einen starken Bestandsschutz genießen, werden Landschaftsschutzgebiete in Köln
immer wieder als potentielle Flächenreserve missverstanden. Der Trend der letzten
beiden Jahrzehnte darf nicht einem Automatismus folgend weiter hingenommen
werden. Wichtiges Kriterium für eine Fortentwicklung des Kölner Landschaftsplans ist
daher eine deutlich verbesserte Bestandssicherheit der bestehenden Schutzgebiete
aller Kategorien.
Die Qualität des Landschaftsplanes drückt sich nicht allein in Anzahl und Umfang der
Schutzgebietsflächen aus, sondern spiegelt sich auch im Katalog der Ge- und
Verbote sowie der Ausnahmeregelungen wider. Vor diesem Hintergrund befremdet
es, dass gemäß Verwaltungsvorlage beabsichtigt ist, unter Verweis auf den
gestiegenen Freizeitdruck einzelne LSGs wie die Groov , Rheingarten oder den
Fühlinger See künftig aus dem Landschaftsschutz herauszunehmen. Gleiches gilt für
das Ansinnen der Verwaltung, den Katalog der Ausnahmeregelungen zu erweitern.
Aus Sicht des BUND Köln bedarf es vielmehr des genau umgekehrten Ansatzes:
Gerade weil der Freizeitdruck stark gewachsen ist, bedarf es einer Stärkung des
Landschaftsschutzes und verstärkten Bemühungen, die konkurrierenden Belange
miteinander in Einklang zu bringen.
Eine Reduzierung von Landschaftsschutzgebieten und eine Aufweichung von
Standards wären ein fatales Signal für den Natur- und Landschaftsschutz in
Köln. Dem widersprechen wir!
Ebenfalls befremdlich und nicht hinnehmbar ist für uns die angestrebte
Beschneidung von Mitwirkungs- bzw. Entscheidungsrechten von
Landschaftsbeirat und Umweltausschuss im Zusammenhang mit
landschaftsrechtlichen Befreiungsverfahren. Die langjährigen Erfahrungen der Arbeit
des Kölner Landschaftsbeirats zeigen, dass in den meisten Fällen nach ausgiebiger
Beratung gute Lösungen gefunden werden. Basis hierfür sind die vielfältigen Fachund
Ortskenntnisse der Beiratsmitglieder, die sie in rein ehrenamtlicher Tätigkeit
einbringen. Nur in einer Minderheit von Fällen kommt es in der Praxis zu einer
Versagung von Befreiungen und gelangen diese Vorhaben damit zur Beratung in den
Ausschuss für Umwelt und Grün. Die geplante Nicht-Beteiligung in bestimmten
Fällen mag der Verwaltung Arbeitsaufwand ersparen, einer notwendigen Stärkung
des Natur- und Landschaftsschutzes im Kölner Stadtgebietes dienen sie nicht!

Written by Chefredakteur

Januar 16, 2012 at 7:44 pm

Veröffentlicht in Pressemeldungen

NVZ, Artikel des Kölner Wochenspiegel vom 6.1.2012

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Hallo,

unter diesem Link findet Ihr einen Artikel über die Bürgeranhörung am 8.12.2011

zum Nahversorgungskonzept für den Bezirk Chorweiler

http://www.koelner-wochenspiegel.de/rag-kws/docs/478742/chorweiler

Zitat:

Kölner Norden (hub). Bei der letzten von vier Bürgeranhörungen zum Einzelhandel- und Zentrenkonzept (EZK) staunte Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge nicht schlecht. „Aus der Erfahrung der ersten Veranstaltungen hatten wir nur dreißig Plätze bereit gestellt“, so Wittsack-Junge. 

Letztendlich fanden rund hundert Personen den Weg ins Gymnasium Pesch.
Was die Vertreter aus der Stadtverwaltung in der Veranstaltung erlebten, war ein Sturm der Entrüstung.
Hintergrund des vorliegenden EZKes ist ein Beschluss des Wirtschaftsausschusses vom Mai 2005, dass „Köln als Einkaufsstadt gewinnen“ soll. Außerdem soll Leerständen entgegengewirkt werden und die fußläufige Grundversorgung der Bevölkerung gesichert sein. Ende 2010 hatte der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen, dass an den Beratungen neben den Bezirksvertretungen auch die Bürger zu beteiligen seien. Die Bezirksvertretung Chorweiler beschloss daraufhin, vier dezentrale Veranstaltungen anzubieten, da die Lagen im Stadtbezirk sehr unterschiedlich sind.
Für das EZK wurden über 25000 Betriebe in der ganzen Stadt erfasst. Zur Nahversorgung zählen Lebensmittel und angegliederte Handwerke wie Bäcker, Metzger und Drogeriewaren sowie Apotheken. Der Rat hatte zusätzlich für Köln noch Blumen, Schreib- und Papierwaren und Zeitungen als nahversorgungsrelevant eingestuft. Das Nahversorgungszentrum (NVZ) soll in 700 Metern fußläufig erreichbar sein. In seinem Umkreis darf keine Konkurrenz entstehen.
Die Mitarbeiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik hatten nun für den Bereich Auweiler und Esch einen Mangel an Nahversorgung festgestellt und in den Plänen gegenüber des Sportplatzes an der Auweiler Straße ein NVZ vorgesehen. Dagegen gab es am besagten Abend in Pesch Proteste, so wurden Befürchtungen geäußert, der vorhandene Supermarkt im Norden von Esch könnte in das NVZ umsiedeln, so dass dann insgesamt eine schlechtere Versorgung gegeben sei.
Eine andere Besucherin erkundigte sich nach dem Landschaftsschutzgebiet. Die Stimmungslage unter den Besuchern war: „Wir brauchen in Auweiler und Esch dieses NVZ nicht.“ „Wer nach Auweiler und Esch zieht, weiß, dass er auf dem Land wohnt und ein Auto braucht, um einzukaufen“, so eine Besucherin. „Statt eines NVZ brauchen wir eine bessere Busanbindung“, war die Meinung eines anderen Teilnehmers.

Ein anderes Problem gibt es in den Rheindörfern und Fühlingen: Hier wohnen zu wenige Personen, damit ein Discounter oder Supermarkt wirtschaftlich betrieben werden kann. Aber es gibt zum Beispiel in den Rheindörfern einige Hofverkäufe und als Sofortmaßnahme hat die Stadt Köln einen rollenden Supermarkt beauftragt, der dort nun zumindest einmal pro Woche Ware verkauft.
Einige Besucher hatten Probleme damit, dass das Konzept nur die Nahversorgung betrachtet. „Ein umfassendes Konzept ist auch für eine Stadt Köln nicht zu leisten“, so Dr. Marc Höhmann, Leiter Struktur- und Technologieförderung. Die Kosten für das Konzept seien schon jetzt immens. Nur für den Stadtteil Lindweiler gibt es ein umfassendes Entwicklungskonzept, das zum Beispiel auch die ärztliche Versorgung und die sozialen Angebote beleuchtet.
Die Protokolle werden in Kürze auch auf der städtischen Internetseite veröffentlicht und Anfang 2012 wird das Thema erneut in der Bezirksvertretung beraten. Mehr Informationen unter http://www.stadt-koeln.de/4/ stadtentwicklung/einzelhan­delskonzept

Written by Chefredakteur

Januar 14, 2012 at 1:59 pm

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